Ist eigentlich noch jemandem außer mir Angst und Bange vor dem Tage des Jüngsten Gerichts, dem Tage, an dem die weltweiten Ölvorkommen endgültig ausgeschöpft sind und wir dank unserer Kurzsichtigkeit, Ignoranz und Gewinnmaximierung noch nicht einmal damit begonnen haben, brauchbare alternative und vor allem regenerative Energiequellen zu erschließen?
Vielleicht sollten wir uns darüber noch mehr sorgen als über die bloße Finanzkrise. Aber diese Krise wird uns immerhin lehren, was Mangel wirklich bedeutet.
Denn ohne Öl läuft in der westlichen Welt im wahrsten Sinne des Wortes nichts. Die gesamte Logistik setzt momentan, sofern sie nicht gerade mit einer E-Lok über die Schienen gezogen wird, auf Verbrennungsmotoren. Und an dem Tage, an dem das Öl endgültig in die Atmosphäre verbrannt wurde, wird uns nicht bloß deutlich wärmer sein als noch heute, sondern unsere gesamte Mobilität eingeschränkt sein. Wir kommen mit unseren Verbrennungsmaschinen, die unsere Wagen nunmal sind, nicht einmal bis zum Supermarkt, um dort festzustellen, dass Bananen nicht im Kühlregal wachsen, denn die Lieferwagen, die nachts heimlich die Märkte auffüllen, fahren auch nur mit Öl.
Wie alles in unserer Welt. Wird Zeit, das zu ändern, oder?