Fahr ich so meine Straße lang, als ein entgegenkommender Wagen anhält und winkt. War ja nett von ihm. So schnell konnte ich gar nicht begreifen, dass sein Winken nicht mir, sondern Mutter und Kind galt, die etwas weiter vorne rechts von mir auf dem Bürgersteig standen und natürlich die Einladung des anderen Fahrers gerne annahmen, ohne einen unnötigen Blick zur Seite die Straße zu überqueren. Gut, dass ich in der Fahrschule Gefahrenbremsungen geübt hatte. Wie ich übrigens ein paar Tage später gesehen habe, scheint der Fahrer der Ehemann der flinken Dame zu sein.
Nur ein bisschen später fuhr ich auf den McDonald’s-Parkplatz, der hat diagonale Parkbuchten, das ist für den weiteren Verlauf wichtig. Ich war gerade ausgestiegen, als rechts neben mir eine Mutter im Sharan vorfährt, vollbeladen mit Kindern. Mutter öffnet ihre Tür und haut erstmal mit Karacho gegen meinen rechten Außenspiegel (den trifft sie, weil die Parkbuchten eben diagonal liegen). Dann klappt sie durchs offene Fenster ernsthaft meinen Außenspiegel an, um danach ihre Tür direkt gegen meine Beifahrertür zu knallen. Ich war langsam mehr als verblüfft. Dann machte sie den Mund auf und quakte, dass ich schlecht geparkt hätte, obwohl ich mittig in meiner Lücke stand und ihr Sharan gleich daneben. Den Gören, die glücklicherweise rechts ausstiegen, sagte ich: „Hoffentlich werdet ihr später nicht so dämlich-arrogant wie eure Mutter.“ Immerhin haben Spiegel und Tür die Dummheit ohne Dellen oder Kratzer weggesteckt.
Und dann habe ich noch gelacht, weil am Donnerstagmorgen die ganzen eiligen Berufspendler kurz vor der Baustelle der A210 Richtung Kiel geblitzt wurden. Der außerordentlich hässliche Kasten war nun wirklich schon aus der Ferne zu erkennen, wie er da auf der linken Spur thronte, wer dann noch mit 90 bei 60 dort durchrauscht, ist auch entweder dumm oder selber schuld. Das war übrigens das allererste Mal in meinen zwei motorisierten Jahren, dass ich bewusst durch eine laufende Geschwindigkeitskontrolle gefahren bin.