Okay, eigentlich ist die Frage doof: Killerspiele wurden bisher zensiert, indem das Blut grün programmiert wurde und Monster nach dem Todumfallen einfach disapperierten. Nun kommt aber Thomas Strobl, der ist seit einiger Zeit Schwiegersohn unseres Innenministers Wolfgang Schäuble und denkt auch ungefähr wie er:
In jedem Fall sollte aber meines Erachtens in der Debatte, welche Maßnahmen zur Gewaltprävention ergriffen werden, die von den Bundesministern von der Leyen und Schäuble vorgeschlagene Sperrung von kinderpornografischen Seiten im Internet mit Blick auf Killerspiele neu diskutiert werden.
Von der Leyen verspricht zwar immer wieder, es werde bloß über Kinderpornografie diskutiert, doch gehen ihre Versprechen längst in den Forderungen der Abgeordneten unter, die Sperrungen generell auf geradezu beliebige Inhalte auszuweiten, beispielsweise auf Urheberrechtsverstöße, zwielichte Webseiten und alles drum und dran. Nur: wie soll eine Zensur von Killerspielen aussehen? Will man versuchen, die Multiplayer-Server zu blockieren? Oder die Webseiten von Electronic Arts und Activision sperren? Oder gar alle Seiten zum Thema Ego-Shooter aus dem Weg räumen? Oder bloß das Kinderpornografie-Stoppschild vor Clan-Webseiten stecken?