Ich hatte jetzt die Faxen satt. Bin also hin zu Gravis, habe das vorbestellte 24″ LED Cinema Display mitgenommen, eine halbe Stunde lang gewartet, bis die an der Kasse mein bestelltes CTO-MacBook Pro stornieren konnten und bin danach sofort zum m-store nach Kiel gedüst.
Das war ’ne heiße Nummer. Ich hatte schon vorher bei Gravis angerufen und nachgefragt, wie es denn nun aussieht mit dem bestellten MacBook Pro, dass ich inzwischen schon zehn Wochen warte und so weiter, langsam sei auch mal gut. Niemand konnte mir weiterhelfen, aber man erwarte die Lieferung so Mitte April. Da hatte ich ja Lust drauf.
Vor zwei Wochen hieß es, die Lieferung komme Ende März und irgendwann im Februar hat mir sogar noch jemand zugesagt, ich könne das Book auf dem Weg zur CeBIT im Zug benutzen. Also dachte ich mir, hmm, warten wirst wohl noch bis das Nachfolgemodell rauskommt. Da hatte ich nun echt keine Lust drauf, bestellt hatte ich mir dummerweise ein CTO-17-Zoll-Notebook, ich wollte die schnellere Festplatte und den schnelleren Prozessor, aber die Teile werden wohl nicht ausgeliefert, jedenfalls nicht so bald, und so lange mag ich es mit dem alten, aber treuen PowerBook G4 nicht mehr aushalten.
Also rief ich im m-store an nachmittags und reservierte mir das Notebook, man sagte mir, der Laden habe bis 18 Uhr geöffnet, bis 18.20 Uhr sei aber wegen der Kassenabrechnung noch jemand da, ich müsste dann bloß bar bezahlen. Ging los, sagte ich und setzte mich ins Auto.
Eine Stunde später war ich bei Gravis, sagte das Display und die übrigen 500 Euro ein, setzte mich wieder in den Wagen und klapperte im Feierabendverkehr nach Norden. Wie ich das auf der Autobahn hasse, wenn es drei Spuren gibt und außer den LKWs und mir nie jemand ganz rechts fährt! Alle bummeln sie in der Mitte herum — aber das ist eine andere Gesichte.
Ich bog also um 18 Uhr auf die A210 ein, trat das Gaspedal ganz durch, das darf man da ja und fuhr um 18.15 Uhr auf den nächsten Parkplatz, um telefonisch bescheid zu geben, dass ich noch länger bräuchte, noch eine Viertelstunde oder so. Als niemand ans Telefon ging, gab ich auf. Las mir noch fünf Minuten lang die neusten Newsfeeds durch, wozu habe ich denn mein iPhone wieder, und düste langsam weiter.
Es trug sich aber zu, dass ich zu doof war, um von der A210 auf die A215 einzubiegen und mich deshalb Richtung Kiel wiederfand. Ich dachte mir, jetzt kann ich ja auch einfach noch mal hinfahren und die Lage checken und traf um 18.30 Uhr noch drei Mitarbeiter beim Aufräumen an. Man hatte mein Kommen schon erwartet, das Notebook stand auf dem Tisch, ich zahlte, bekam meine Rechnung und wünschte noch einen schönen Abend.
So einfach kann es gehen.
Jetzt sitze ich hier und richte alles ein. Die ganzen Daten müssen ja rüber, alle Programme wieder nach meinen Vorlieben eingerichtet werden, das ist ein Spaß.
Das 24″-Display ist toll, das 17″-Display des Notebooks allerdings heftig. Die Auflösung ist die gleiche und am Notebook schon ein wenig anstrengend. Angeblich wird das ja mit Snow Leopard verbessert, dann soll sich das skalieren lassen oder so, bis dahin werd ich’s aushalten. Auch wenn beide glossy sind, ist das mit dem Spiegeln gar nicht so schlimm, ich hatte es mir gräßlicher vorgestellt nach den Berichten, ich seh mich zwar im schwarzen Rahmen, aber selbst eine relativ geringe Helligkeitsregelung genügt, um mein weißes T-Shirt zu überbrüllen. Soweit gar kein Thema. Wie lustig übrigens, dass das Cinema Display zwar sorgfältig eingepackt ist, die beiden Apple-Logos vorne und hinten aber noch mit einem weiteren Aufkleber geschützt sind. Da hat halt jemand Prioritäten gesetzt…
Jetzt, heimgekommen von der Party, widme ich mich mit meinem kaputten Schlafrhythmus noch ein wenig der Einrichtung, dann bringe ich heute Nachmittag mein Zimmer auf Vordermann.
Und dann sehen wir mal weiter.


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