Und eine alte Frau weint

(auf ausdrücklichen Wunsch der abgebildeten Personen wurden Gesichter unkenntlich gemacht)

„Ihr Jungs werdet keinen Unfug machen, oder?“ Wir wollten eigentlich wissen, wo wir unsere angemeldete Mahnwache abhalten dürfen, doch der Polizist reagiert eiskalt: ob vor dem Eingang, an der Straße oder am Gästeparkplatz ist ihm ganz egal, solange wir uns benehmen — versprochen. Der Beamte ist freundlich, freundlicher als wir bei dieser Veranstaltung erwartet hätten und vor allem: er ist der einzige. Die Staatsmacht lässt seine Ministerin für alles außer Männer im besten Alter von einem Polizeibeamten im besten Alter bewachen.

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Während die Piraten noch den Bedenkenträger machen und eine halbe Stunde lang überlegen, wo sie ihre Mahnwache publikumswirksam aufstellen sollten, halte ich mich etwas zurück: niemand soll mich mit den Piraten zusammen sehen. Zu groß ist meine Befürchtung, dass nach dem zweifelhaften Auftritt des SPIEGEL-Kamerateams ich der nächste bin, der im Handumdrehen einkassiert wird.

Viertel vor sechs lasse ich die Piraten vor dem Parkplatz stehen, es sind noch immer nicht sehr viele, aber immerhin haben sie inzwischen ihren Kundenstopper auf dem Gehweg aufgeklappt. Alte Leute in jungen, dicken Autos fahren auf den Parkplatz und der alte Parkwächter, der nicht viel hält von uns Piraten, versucht mit einer geschickten Parkstrategie die Kapazität seines Reiches zu erhöhen. Sein Reich, das ist der Parkplatz und da ist er ganz empfindlich. Wehe dem, der dort herumstromert. Wir mutmaßen, er sei CDU-Wähler.

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Der Personenschutz würdigt mich keines Blickes, als ich das Gebäude betrete. Niemand will den Presseausweis sehen, den ich nicht habe, niemand möchte meine riesige Kamera untersuchen, niemand will Fragen stellen, ob ich böses im Schilde führe. Stattdessen fängt mich eine freundliche Dame ab. Von welcher Zeitung ich denn sei, will sie wissen und ich bin ehrlich: von gar keiner. Heute bin ich zu meinem privaten Vergnügen hier. Sie will mich trotzdem am Presse-Tisch direkt neben der Ministerin sehen und je länger ich dort schließlich bei Orangensaft und CDU-Schreibblöcken sitze, verstehe ich auch, warum: von der Presse ist bis 18 Uhr noch niemand eingetroffen. Und Frau von der Leyen soll wohl nicht denken, ihre Gegenwart ließe das Hamburger Medienumland komplett kalt.

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Im Saal werden stattdessen sämtliche CDU-Klischees erfüllt. Wer jünger als fünfzig ist, der folgte der familienfreundlichen Einladung und hat Kind samt Legokiste dabei. Die Kinder finden nebenan im Spielzimmer Platz, die Eltern müssen stehen — der Andrang ist groß. Aber fast niemand macht den Anschein, als hätte er sich schon einmal in dieses Internet getraut. Vertrauend auf die Berichte ihrer Regierung dürften nicht wenige das Internet für einen Hort des Übels halten — direkt neben der Tür diskutieren mehrere Herrschaften angeregt, ob man den ganzen Kram nicht einfach abschalten könne. Schließlich hat man schon Jahrtausende ohne das Internet gelebt, da wäre es doch lächerlich, wenn das nicht mehr möglich sein sollte.

Das „teAM Ole Schröder“ verteilt christdemokratisches Propagandamaterial: „Die Bekämpfung der Verbreitung von Kinderpornografie ist keine Zensur“. Der Handzettel überzeugt, den die Mädchen und Jungen in orangefarbenen T-Shirts verteilen, junge Menschen, die nach viel aussehen, aber nicht nach CDU-Anhängern und nicht den Eindruck machen, als seien sie vollkommen verblödet. Doch der Autor des Handzettels hatte es nicht geschafft, die Komplexität des Themas zu begreifen: es bleibt bei einer einseitigen Betrachtung aus Sicht von der Leyens — nichts, was nach Monaten der vergeblichen Debatten noch überrascht.

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Ich fühle mich ein wenig wie ein Agent im feindlichen Lager. Man ist mir wohlgesonnen, man nickt mir zu, doch niemand weiß, dass ich heute Abend kein Abgesandter der Presse bin. Einige Gesichter hatte ich draußen bei der Mahnwache entdeckt und wenn wir uns zuzwinkern fühlt es sich an wie ein letzter Abschiedsgruß, als würden wir der CDU die Party sprengen. Vermutlich werden sich ein paar Protestler unter das christdemokratische Volk mischen und ein wenig lärmen. Die Wahlkampfveranstaltung zu stören würde auch bedeuten, die Piratenpartei weiter in die Ecke der dämlichen Nerds zu drängen; schließlich würde die Presse jedwede Störer den Orangefarbenen zuordnen.

Durch den Eingang stürmt ein junger Mann in schwarzer Bekleidung. Nanu, sage ich, er sei wohl auch eher Pirat als Christdemokrat, aber er schleicht sich wortlos an mir vorbei. Es sollte sich später herausstellen, dass er der Bernd war, der auf krautchan ein Bekennerschreiben veröffentlicht hatte:

(Update: das „Bekennerschreiben“ wurde erst nach dem Angriff veröffentlicht — danke an die vielen Hinweisgeber)

Scheiße Bernd, es reicht mir. Ich habe dieses Lotterleben satt, immer das selbe – alle lachen Uschi aus, niemand erkennt ihr Potential.

Ich meine es ernst, Bernd – ich habe Wasser hier, und ich werde morgen abend in den ersten Stock gehen und mal so richtig gepflegt kippen. Vielleicht komme ich ja auch davon.

Haltet die Ohren offen, Bernds, Ihr werdet morgen von mir hören. Merkt Euch nur den Namen des Orts: Wedel. Und jetzt keine Meldung an die Polizei, keine Angst, ich trolle nur

Pünktlich kommt auch die Presse und niemand scheint so sehr viel von der Gastgeberin zu halten. Diskussionen machen sich am Pressetisch breit, das sei ein Affenzirkus sondergleichen, der dort in Berlin veranstaltet wird. Neben uns steht ein Personenschützer und versucht nicht mitzuhören. Wie tief wir denn gesunken seien, dass wir der Dame mit Presseberichten auch noch eine Plattform bieten.

Von der Leyen hatte gerade die Bühne betreten, als der erste Gast schon seinen Rappel bekommt. Ein junger Mann springt auf, zetert, schreit, schmeißt von der Leyen Kraftausdrücke an den Kopf und wird von den CDU-Wählern aus der Halle geschoben. Die CDU-Anhänger sind empört — diese Jugend von heute, das geht ja gar nicht klar. Einer von ihnen macht den Obermotz und ist fortan vorderster Wortführer gegen jeden Protest. Wer tuschelt, wird angeschnauzt, wer protestiert, wird zur Ruhe gebeten. Nach ein paar Minuten ringt er schon um Fassung und lockert seine Krawatte.

Während von der Leyen ihre Rede herunterbetet, sind die beiden Sicherheitsbeamten durchaus angespannt. Immer wieder tuscheln sie in ihre versteckten Mikrofone, immer wieder tasten sie in ihren Sakkos nach versteckten Dingen, immer wieder befühlen sie ihren Regenschirm. Der junge Mann im Zensursula-T-Shirt auf der Galerie steht unter Dauerbeobachtung. Man befürchtet das allerschlimmste.

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Der Ernstfall tritt schneller ein, als ich meine Kamera schussbereit hatte: der schwarz gekleidete Hopper von vorhin schmiss eine Wasserbombe mit blauer Farbe in Richtung der Ministerin. Er rechnete allerdings nicht mit seiner Ungelenkheit — seine feuchten Träume zerplatzten noch in seiner Hand.

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Der Personenschutz war schneller als ich, zückt den Regenschirm, dessen Funktion damit auch geklärt wäre, eine Hand unter dem Sakko, steckt dort wirklich eine Waffe, vielleicht schussbereit? Kindisches Verhalten attestiert die Rednerin dem schwarzen Mann und irgendwie hat sie recht: wirkungsvoller Protest sieht anders aus: nur ein paar Ehrengäste direkt vor dem Pressetisch wurden getroffen. Blaue Punkte machen sich auf teuren Anzügen breit, man flucht, nimmt es gelassen: die Jugend von heute.

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Der freundliche Polizist ist plötzlich nicht mehr so freundlich, mit Handschellen wird der Störenfried abgeschoben. Zusammen mit den Kollegen von der Presse feuern wir, was die Blitzlichter hergeben und setzen abermals die CDU-Regulierungsmaschine in Gang: „Damit gebt ihr ihm doch, was ihr wollt! Lasst den Scheiß!“, nörgelt ein älterer Herr, Hände versuchen mein Objektiv zu verdecken, darauf reagiere ich etwas ungehaltener: „Ich mache hier nur meinen Job.“ Stimmt nicht, wirkt nicht, ist aber egal: meine Bilder habe ich längst auf der Karte. Wenn die Herrschaften wüssten, dass ich gerade auf solche Fotos aus war.

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Dann schickt von der Leyen die jüngeren Zuschauer in den Nebenraum. Zu schrecklich sei, worüber sie jetzt mit Mami und Papi reden müsse. Das Schreckgespenst Kinderpornografie kriecht auf die Bühne. Für Sekunden wird es still im Saal, doch danach erhebt sich wütendes Gegrummel: „Schlimm sowas“, schimpft eine ältere Dame neben mir, „solche Leute sollte man erschießen!“ Kinderpornografie scheint sich wahrlich perfekt als Wahlkampfthema zu eignen. Kein anderes Thema sollte solche Emotionen hervorrufen.

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Dann kommen sie Schlag auf Schlag, die jungen, vergewaltigten Kinder (die alte Dame hält sich erschrocken den Mund zu), der Millionenmarkt mit seinen Drahtziehern (die alte Dame hält sich die Ohren zu), die ahnungslosen Surfer, die von kinderpornografischem Material angefixt werden (die alte Dame schließt die Augen) und immer wieder: die armen Kinder (die alte Dame weint).

Was von der Leyen von ihrem Podest herunter beschreibt, ist freilich nichts neues. Fast scheint, es, als hätte sie ihre Rede vor Monaten auswendig vor dem Spiegel gelernt und seitdem schon zu anderen Terminen aufgesagt. Wer bei YouTube nach ihrem Namen gesucht hat, weiß, worüber sie in den nächsten Minuten referieren wird. Von der Leyen kann das gut, das mit dem Reden. Hätte ich heute zum ersten Mal vom Zugangserschwerungsgesetz gehört — ich hätte es glatt für eine gute Sache gehalten. Vielleicht hätte ich sogar applaudiert und geweint.

Sie steht dort oben und erzählt und lügt. Wenig von dem, das sie über die Kinderpornografie erzählt, entspricht nur annähernd der Wahrheit. Es ist nicht auszumachen, ob sie bewusst lügt oder ob sie einfach keine Ahnung hat und wirklich nicht mehr ist als eine Marionette des Innenministeriums. Von der Leyen lässt keinen Blick zu hinter ihre lächelnde Maske. Niemand wird je erfahren, was sich wirklich hinter ihr verbirgt.

Von der Leyens Argumente überzeugen nur, wenn sie für unfehlbar gehalten werden. Angesichts der wenigen kinderpornografischen Seiten auf den ausländischen Sperrlisten, angesichts der schwammigen Formulierungen, was Kontrollgremium und den Begriff der Kinderpornografie angeht, ist von Unfehlbarkeit keine Spur.

Ein paar Gäste versuchen sich noch am Protest, obwohl sie gar nicht aussehen wie Piraten. Dem lautesten von allen räumt von der Leyen fünf Minuten ein, um seine Sicht der Dinge darzulegen. Ohne besondere Mühe entwaffnet er sie Wort für Wort. Aber von der Leyens Arsenal ist groß. Mit psychologischer Kriegsführung hält sie kurz dagegen, obwohl keines ihrer Argumente auch nur im Ansatz überzeugen konnte. Die CDU-Anhänger sind froh, als die Ministerin zum nächsten Thema übergeht. Und die alte Dame wischt sich ihre Tränen aus dem Gesicht: „Wie kann der Mann nur für Kinderpornografie sein!“

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Draußen harren tapfer die Piraten aus, deren Kleidung zu auffällig war, als dass man sie eingelassen hätte. Sie versuchen zu retten, was noch zu retten ist und treffen auf erstaunlich viele aufgeschlossene Zuhörer. Der Wahlkampf trägt seinen Namen auch nicht nur zum Vergnügen.

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Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag titelt wenig präzise auf Seite 3:

Farbanschlag auf von der Leyen
Wedel/sh:z Farbanschlag auf Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU): Während einer Wahlkampfveranstaltung im Schulauer Fährhaus hat ein 22-Jähriger aus Wedel (Kreis Pinneberg) blaue Farbe von der Galerie des großen Saals in Richtung von der Leyens gesprüht. Er traf jedoch lediglich Zuhörer, darunter den Bundestagsabgeordneten Dr. Ole Schröder (CDU) und Heike Beukelmann, Fraktionsvorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion. Zuvor hatten Aktivisten der Piratenpartei vor dem Gelände demonstriert, und mit zahlreichen Zwischenrufen hatten Protestler die Rede der Familienministerin gestört.

Der Verlag bewahrheitet, was ich schon befürchtet hatte: Demonstranten, Farbbeutelwerfer und Störer werden alle in den orangefarbenen Topf der Piratenpartei geworfen.

mehr Fotos von Ursula von der Leyen unter http://members.caldera.cc/maltehuebner

46 Kommentare zu „Und eine alte Frau weint“

  1. [...] Einen genauen Bericht zu diesem Abend, findet ihr auf Malte Hübner’s Blog! [...]

  2. Fabian sagt:

    Hat sich die alte Dame im Publikum wirkich genau so verhalten wie von dir beschrieben (Ohren zu, Tränen …). Oder habe ich das irgendwie falsch verstanden?

  3. Die gute Frau saß unweit vom Pressetisch und war von den Worten von der Leyens sichtlich ergriffen — das war auch die aufwändig gekleidete, die bei Protesten immer rumgemault hat, wir sollten endlich still sein.

  4. [...] von der Leyen war gestern auf Wahlkampf-Tour in Wedel und Malte Hübner hat darüber in seinem Blog ausführlich beschrieben: Dann schickt von der Leyen die jüngeren Zuschauer in den Nebenraum. Zu [...]

  5. Lernziel sagt:

    von der Leyen im Wahlkampf “Sie steht dort oben und erzählt und lügt”…

    Sie steht dort oben und erzählt und lügt. Wenig von dem, das sie über die Kinderpornografie erzählt, entspricht nur annähernd der Wahrheit. Es ist nicht auszumachen, ob sie bewusst lügt oder ob sie einfach keine Ahnung hat und wirklich nicht mehr ist a…

  6. [...] 2: Die Demagogie der Frau von der Leyen Teil 1 und Teil 2 und Zensursula [...]

  7. Muriel sagt:

    Ich verstehe nicht Recht, dass der Dame nachgesagt wird, sie wäre so unwahrscheinlich überzeugend. Dieser Unterton moralischer Überlegenheit und völliger Entrüstung über alle, die nicht ihrer Meinung sind, macht mich so aggressiv, ich würde der widersprechen wollen, wenn sie sagt, dass es tagsüber meistens hell ist und nachts eher dunkel.

  8. [...] von Konstantin Klein am 1. September 2009 Sie steht dort oben und erzählt und lügt. Wenig von dem, das sie über die Kinderpornografie erzählt, entspricht nur annähernd der Wahrheit. Es ist nicht auszumachen, ob sie bewusst lügt oder ob sie einfach keine Ahnung hat und wirklich nicht mehr ist als eine Marionette des Innenministeriums. Von der Leyen lässt keinen Blick zu hinter ihre lächelnde Maske. Niemand wird je erfahren, was sich wirklich hinter ihr verbirgt. via maltehuebner.com [...]

  9. Stephan Eisvogel sagt:

    Anstatt Eier oder Wasserbeutel zu werfen sollte der junge Mann lieber bei den Piraten eintreten und 100 Leute davon überzeugen, auch Piraten zu wählen. Die Wirkung ist nachhaltig (4 Jahre oder auch mal 8) und trifft dort wo es sie wirklich schmerzt: Bei den Wählerstimmen. Und statt erkennungsdienstlicher Behandlung und Stress gibts Schnitzel und Bierchen mit Freunden. Wenn das nicht überzeugt!

  10. [...] 2: Netzpolitik meldet sich zu Wort. Malte Hübner war ebenfalls live [...]

  11. eritaS sagt:

    Hey,
    erstmal mein Lob für diese tolle Berichterstattung. Leider wurde dem “Frank” auf der Veranstaltung kein Podium geboten, das wäre wohl zu gefährlich für v.d.L. gewesen.

    Wenn ich mir diese Argumentationweise von ihr ansehe fange ich unbewusst an zu Zittern, weil die blinde Masse es einfach nicht begreift. Mir tut es so leid, dass es so wenige Menschen gibt mit technischem Sachverstand und deshalb diese Ärztin bei ihrem Feldzu unterstützen.

    Eine Bitte noch an alle: Mäßigt euch mit eurem Worten und versucht mit Argumenten zu überzeugen! Es bringt gar nichts, wenn man versucht lauter als v.d.L. zu schreien… erstens hat der der lauter schreit nicht unmittelbar Recht und sie hat ein Mikrofon ;)

    Grüße,
    eritaS

  12. [...] politische Auseinandersetzung anscheinend aufgegeben. Die CDU macht Präsidialwahlkampf und FUD-Populismus, die SPD dagegen haut dem politischen Gegner als Inhaltsersatz mit der Schippe auf den [...]

  13. [...] Quelle: u.a. maltehuebner.com [...]

  14. [...] Einen weiteren Bericht von der Veranstaltung findet ihr auf Malte Huebner’s Blog. [...]

  15. Andre sagt:

    Hallo Malte, ich muss dir wirklich danken für diesen Eintrag.

    Das war einer der besten Blogs die ich je gelesen habe, sachlich und absolut wunderbar geschrieben, ich hoffe du hast nix dagegen das ich mir das in meinen Anti-Zensursula Ordner schieb und auf den Piratenstammtischen verbreite? Falls doch, schick mir ne Mail ich respektiere dein geistiges Eigentum.

    Ansonsten mach bitte weiter so, spitze wirklich! Viele Grüße Andre

  16. [...] Hübner beschreibt das Vorgehen der CDU und der Familienministerin beim Wahlkampf in Wedel, den fortgeführten Leyen’schen Kampf gegen die Kinderpornographie und das Auslösen von [...]

  17. Hb sagt:

    Es ist erstaunlich, dass der Pro-Zensur-Argumentationszettel keinen Verfasser ausweist. Man möchte meinen, einige in der CDU betreiben anonyme Meinungsmache. Hast Du in Erfahrung bringen können, wer ihn geschrieben hat oder aus welchem Bereich (Ortsverband, Bundestagskandidat, Kreisgeschäftsstelle, Ministerium) er stammt?

    Wie bist Du mit symfony bei caldera.cc zufrieden?

  18. Hb sagt:

    Argh, unten auf dem Flugblatt ist ein V.i.S.d.P. mit einem Namen. Also doch kein anonymer Flyer.

  19. [...] Hübner beschreibt das Vorgehen der CDU und der Familienministerin beim Wahlkampf in Wedel, den fortgeführten Leyen’schen Kampf gegen die Kinderpornographie und das Auslösen von [...]

  20. Feder & Herd sagt:

    Denn sie wissen nicht was sie tun…

    In Malte Hübners Bericht über den Auftritt Ursula von der Leyens in Wedel findet man folgende Aussage aus der Kategorie: “Analphabeten versuchen über die Zukunft des Buchdrucks zu entscheiden.”

    Aber fast niemand macht den Anschein, als hätte e…

  21. Hb sagt:

    Als Verfasser ist Mark Blue, Kreisvorsitzender der JU Pinneberg genannt.

  22. [...] genau der Eindruck auf dieser Veranstaltung war, zeigt der Erfahrungsbericht von Malte Hübner. Erschreckend, wie dabei noch geklatscht werden kann. Erschreckend, wie es nur nach dem Ich und [...]

  23. [...] genau der Eindruck auf dieser Veranstaltung war, zeigt der Erfahrungsbericht von Malte Hübner. Erschreckend, wie dabei noch geklatscht werden kann. Erschreckend, wie es nur nach dem Ich und [...]

  24. KeinBernd sagt:

    Toller FAKE mit dem Bernd-Eintrag. :D

    Vergleiche mal Uhrzeit und Datum des Eintrages auf Krautchan (2009-08-31 19:33:03) mit dem Zeitpunkt der Veranstaltung (31.08.09, 18 Uhr) …

    Naja kleiner Trost: Beim letzten Bernd-Thread fiel selbst die Polizei und unzählige Medien drauf herein, Stichwort Winnenden. ;)

  25. ZachSeinBlog sagt:

    Internetsperren: Eine alte Frau weint……

    Der Personenschutz würdigt mich keines Blickes, als ich das Gebäude betrete. Niemand will den Presseausweis sehen, den ich nicht habe, niemand möchte meine Kamera untersuchen, niemand will Fragen stellen, ob ich böses im Schilde führe. Stattdessen fä…

  26. [...] Ab zum Blog von Malte Hübner [...]

  27. [...] “Und eine alte Frau weint” – Malte Hübner (via ZachSeinBlog) „Ihr Jungs werdet keinen Unfug machen, oder?“ Wir wollten eigentlich wissen, wo wir unsere angemeldete Mahnwache abhalten dürfen, doch der Polizist reagiert eiskalt: ob vor dem Eingang, an der Straße oder am Gästeparkplatz ist ihm ganz egal, solange wir uns benehmen — versprochen. Der Beamte ist freundlich, freundlicher als wir bei dieser Veranstaltung erwartet hätten und vor allem: er ist der einzige. Die Staatsmacht lässt seine Ministerin für alles außer Männer im besten Alter von einem Polizeibeamten im besten Alter bewachen. [...]

  28. Lukas sagt:

    Irgendwie komisch, dass sich die alte Frau die Ohren zuhällt und weint… Und ich glaube irgendwie auch nicht, dass die Worte so ergreifend gewesen sein können.

  29. @ Andre: Nur zu ;-)

    @ hb: Oh, sehr zufrieden, ohne symfony würde ich vermutlich glatt fünf Mal so lange an der Seite sitzen.

    @ KeinBernd: Du hast Recht, da bin ich glatt mit tausenden anderen hineingefallen. Ich hatte noch gedacht, schau dir lieber Mal die Uhrzeit an, als ich das Ding im Wedeler McDonald’s tippte, habe den Vorsatz zwecks Sensationsgeilheit wohl schnell fallen lassen — danke für den Hinweis. Ziemlich peinlich, wenn man’s mal genau nimmt.

    @ Lukas: Sie hat freilich nicht die ganze Rede hindurch geflennt, aber ein paar Tränen durchaus verdrückt und vor allem andauernd den Kopf geschüttelt — das war schon ein bisschen drollig, vor allem, wenn sie sich so herrlich über Zwischenrufe aufregte. Auf den Videos kann man das leider nicht erkennen, man sieht am Pfeiler zwar immer meine Beine, wenn ich dort herumstehe, aber leider nicht die Dame, die etwa zwei oder drei Meter weiter links steht. Aber sei gewiss: dort im Saal tauchten die komischsten Leute auf — sowohl wasserwerfende Bernds als auch schrullige Frauen.

  30. [...] vor Menschen, die sich der Demagogie dieser Worte nicht wehren können (siehe auch bei Malte: Und eine alte Frau weint). Wenn sie die geniale Lösung gefunden hat, warum weiter darauf [...]

  31. zensursula meets wasserbombenwerfer…

    Malte Hüber hat dazu einen sehr sehr guten Artikel geschrieben:
    http://www.maltehuebner.com/und-eine-alte-frau-weint/#comments
    ……

  32. super artikel malte!

  33. Daniel sagt:

    Danke Malte für diesen guten Bericht. Geile Aktion mit dem Pressetisch. :)

    lg aus Mannheim :)

  34. Marc sagt:

    Dass das Publikum die Protestierer eher nicht mag, hat meiner Meinung nach nicht unbedingt was mit blinder Gefolgschaft oder mangelndem Wissen zu tun. Viele haben einfach keine Lust auf Zoff und Stress, den Dazwischenrufer und Wasserbombenwerfer nunmal machen. Zumal immer die Sorge mitspielt, dass, wenn es Randale gibt und man – wenn’s blöd läuft – dabei etwas von der Haue abbekommen könnte.

    Für die meisten ist so eine Wahlkampfveranstaltung (die, die eigene Basis und Sympathisanten motivieren soll) nichts politisches, sondern sowas wie Unterhaltung (nicht alle sehen in allem und jederzeit was politisches). Und da mag man einfach nicht, wenn irgendwelche Typen den netten Ausflug mit Kaffee, Kuchen und “Ministerin gucken” stören.

    Das ist wie Kino. Da will ich auch nicht mitten im Film mit irgendwelchen lauten, langhaarigen Bombenlegern ;-) über Inhalte diskutieren. Vielleicht danach, aber wenn der immer in den Film dazwischenruft und mir den Kinobesuch verdirbt, dann auch nicht. Das wirkt zudem aggressiv und dann kommt die Sorge von wegen der Haue auch hier dazu.

    Wenn diese Zuschauer Kontroverse sehen oder selber streiten wollen, gehen sie zur Podiumsdiskussion mit den Direktkandidaten oder in der Fußgängerzone an den Wahlkampfstand.

  35. [...] Und eine alte Frau weint [...]

  36. [...] Malte Hübner: Und eine alte Frau weint [...]

  37. [...] Und eine alte Frau weint « Malte Hübner „Ihr Jungs werdet keinen Unfug machen, oder?“ Wir wollten eigentlich wissen, wo wir unsere angemeldete Mahnwache abhalten dürfen, doch der Polizist reagiert eiskalt: ob vor dem Eingang, an der Straße oder am Gästeparkplatz ist ihm ganz egal, solange wir uns benehmen — versprochen. Der Beamte ist freundlich, freundlicher als wir bei dieser Veranstaltung erwartet hätten und vor allem: er ist der einzige. Die Staatsmacht lässt seine Ministerin für alles außer Männer im besten Alter von einem Polizeibeamten im besten Alter bewachen. 6. September 2009 | abgelegt unter Was geht ab?  [...]

  38. [...] der ‘Digital Natives’, der Piratenpartei und allem, was uns angeht. 2009-09-01: Zensur Und eine alte Frau weint « Malte Hübner Malte Hübner berichtet vom Auftritt der Zensursula am 31.08.09 in Hamburg und analysiert Ihre [...]

  39. [...] Malte Huebner: Und eine alte Frau weint [...]

  40. DrebinX sagt:

    Hier gibt es eine Sammlung von Links und Hintergründen und vor allem auch ein komplettes Transcript der Rede, dass 15 Lügen in der 12-minütigen Rede von Frau vdLeyen über Websperren aufdeckt und wiederlegt.

    http://wiki.piratenpartei.de/Schleswig-Holstein/Wedel/Willkomm_H%C3%B6ft

    Sehr gut auch wenn man sich auf eine Diskussion zum Thema Webssperren vorbereiten möchte und Argumentationshilfen sucht.

  41. [...] wird. Und natürlich gibt es auch jene (zumeist älteren Menschen), die die Ziele der Piraten gar nicht verstehen. Das Problem teilen sie freilich mit den „Internetausdruckern“ in der Politik, aber [...]

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