Normalerweise überstehe ich Horrorfilme ganz leicht, indem ich mich seelisch einfach ein wenig mehr vom Geschehen auf der Leinwand distanziere. Dann haut mich nicht mal mehr der gröbste Scheiß um. Eigentlich schaue ich ganz gerne Horrorfilme, aber über die Jahre habe ich mir it dieser blöden Distanzierungsmethode den Spaß am Genre verdorben.
Nun ist The Hurt Locker, gestern im Überraschungsfilm, nicht unbedingt ein Horrorfilm, wenn man davon absieht, dass einige Szenen wirklich abscheulich gruselig sind. Dennoch dürfte das ganze als Thriller durchgehen, ein Thriller über Bombenentschärfungen im Irak, aufgebaut in einem packenden Dokumentar-Stil mit hektischen Kameraschwenks und jeder Menge Spannung. Oa, was haben wir mit den Männern auf der Leinwand gelitten.
Da kommt ein Soldat als Ersatz für einen getöteten Bombenentschärfer in den Irak, um die Einheit B zu unterstützen — und gleich seinen ersten Einsatz meistert er relativ unkonventionell. Die Sicherheit seiner ganzen Einheit gefährdend macht er sich nicht gerade Freunde, legt bei seinen Einsätzen zu Beginn erstmal seine Schutzkleidung ab. Das ganze wird so unglaublich spannend und mitreißend, dass man bei jedem Geräusch im Kinosaal zusammenzuckt.
