So wird das aber nichts mit der Vollbeschäftigung

By  | 11. August 2009 | 0 Comments | Filed under: Allgemein, Small City Life, Verrücktes

Wir waren heute bei IKEA. So ein bisschen Kram zusammensuchen für die erste eigene Wohnung. Und während wir durch die Gänge stromerten und feststellten, dass in den Austellungsregalen schwedische Gedichtsbände stehen und den Computertastaturen ein paar Tasten fehlen und der Kuchen wirklich verdammt geil schmeckte, trällerte eine fröhliche Stimme aus dem Lautsprecher, dass wir auch an den drei heute geöffneten Expresskassen bezahlen können. Keine Ahnung, wie das mit den drei Kassen gemeint war — IKEA hat im Kassenbereich etwas aufgeräumt und insgesamt fünf Express-Blöcke eingebaut, die jeweils vier separate Kassen beherbergen. Einer steht da und passt auf, während die anderen Kunden ihre maximal fünfzehn Artikel scannen und per Karte bezahlen.

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Na, das ist aber toll! Wer sich das wohl wieder ausgedacht hat. Man scannt da also seinen Kram selber ein. Das klappt nicht immer und deshalb steht auch immer ein IKEA-Typ herum, der dabei hilft und wohl nebenbei aufpasst, dass keiner aus Versehen vergisst, seinen Billy einzuscannen oder so, denn das mit dem Scannen, das ist echt tricky, weil manche Waren gleich mehrere verschiedene Barcodes aufweisen oder die Barcodes schlecht lesbar sind oder was auch immer.

Dann drückt man sich ein wenig durch das Touchscreen-Menü und soll dann per Karte bezahlen. Bargeld will der Kasten nicht, logisch, ’ne Geldzählmaschine wäre wohl zu teuer. Man steckt seine Karte rein in den Kartenleser, zieht sie wieder raus und möchte seine PIN-Nummer eingeben, aber das soll man gar nicht, nein, man unterschreibt auf einem Display links vom Haupt-Display, während das Haupt-Display den Vorgang des Unterschreibens sinnvollerweise mit der Eingabe des PIN-Codes illustriert.

Und alles nur, um für vier Kassen drei Mitarbeiter einzusparen? Denn den Geschwindigkeitsvorteil, den „Expresskasse“ suggeriert, den verplempern die ungeschickten Kunden regelmäßig.

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