In der letzten Woche hatte ich ja so meine Probleme, meine Regionalbetreuerin zu erreichen. Während der Sprechstunde zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr drückte ich an meinem iPhone dauernd die Wahlwiederholung, kam nicht durch und wiederholte das Spielchen am nächsten Tag. Am Freitagnachmittag forderte ich mein Glück ein weiteres Mal heraus. Versuchen kann man’s ja, dachte ich mir, und der Anrufbeantworter wusste bloß, dass er generell nicht abgehört wurde.
Also war gestern das Bundesamt für den Zivildienst an der Reihe. Auf der Seite der Ansprechpartner waren allerhand Referate gelistet, allerdings fand ich mein simples Anliegen dort nicht wieder. Ich versuchte also einfach die Endziffer 0, denn dort würde sich hoffentlich ein Sekretariat oder ähnliches melden.
Die gute Frau wollte mein Geburtsdatum wissen, das war noch nicht schwer, und die Postleitzahl meiner Dienststelle — das war ein Problem. Irgendwie bekamen wir das noch geregelt und schwupps verband sie mich mit — dem Anrufbeantworter meiner Regionalbetreuerin, auf den ich ja nicht raufsappeln soll.
Wieder im Sekretariat angerufen. Die Postleitzahl inzwischen wieder vergessen. Wieder verbunden worden, diesmal zu einer anderen Dame. Die fand’s nicht toll, dass meine Tätigkeitsliste Versorgungs- und Betreuungstätigkeiten auflistet, ich aber bloß in der Küche stehe und dass mich die ganze Sache krank macht, war auch nicht grad prickelnd. Jedenfalls würde sie es regeln, dass mich meine Regionalbetreuerin zurückruft. Könne aber ein paar Tage dauern. Und um die ulkige Ansage auf dem Anrufbeantworter wollte sie sich auch kümmern.
Hat sie auch schnell gemacht. Abends, kurz vor 21 Uhr, rief mich meine Regionalbetreuerin an. Sie war etwas pikiert, dass ich dem Bundesamt gepetzt hatte, sie nicht erreichen zu können, denn schließlich sei es nicht ihre Schuld, dass der Anrufbeantworter seinen Dienst nur mangelhaft versieht.
Was ich denn hätte machen sollen, fragte ich sie, denn schließlich ist es klar, dass in einem Ballungsgebiet wie Hamburg abertausende Zivildienstleistende betreut werden wollen und wenn bloß zehn davon täglich während der einstündigen Sprechstunde (sic!) ihre Betreuerin anrufen, ist die Leitung eben ständig belegt. Aus der Bandansage ihres Anrufbeantworters ging allerdings für meine Begriffe nicht hervor, dass sie trotz meine Nummer auf dem Display sehen kann und mich bei nächster Gelegenheit zurückruft. Und sei es spätabends, was ich ihr durchaus zur Güte halten möchte. Obwohl mir der Grund ihres Anrufes eher schien, dass sie sich bei mir beschweren wollte.
Aber wie auch immer, da wir gerade miteinander sprachen, machten wir gleich einen Termin für den nächsten Vormittag ab. Das herzallerbeste an der ganzen Geschichte ist ungefähr, dass sie sich täglich auf meinem Dienstgelände aufhält. Das scheint hier ihre Basis oder so zu sein.