Dieser Artikel ist so unglaublich voreingenommen, da fehlen mir die Worte, da fällt mir gar nichts mehr ein.
Okay, ein paar Sachen doch noch. Ich bin zwar bloß freier Mitarbeiter eines Zeitungsverlages, kann mir aber denken, dass sich die Redakteurin diese Aussage aus den Fingern gesogen hat:
Eine Selbstverständlichkeit, möchte man meinen, aber der Chaos Computer Club und seine Mitstreiter wittern in dem Verfahren einen Generalangriff auf ihr Goldenes Kalb: das Internet als antibürgerliche Gegengesellschaft, das nach dem Willen so manchen Nerds tunlichst ein rechtsfreier Raum bleiben soll. „Strafverfolgung im Netz? Will ich nicht“, schreibt ein User.
Dass der AK Zensur in direkten Zusammenhang mit dem Defacement der Deutschen Kinderhilfe gebracht wird, zieht hoffentlich Konsequenzen nach sich:
„Handeln statt Sperren!“ fordert auch der „Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur“. Handeln sollen aber offenbar die anderen. Zwar hackten die Internet-Cracks inzwischen die Seite der Deutschen Kinderhilfe und platzierten dort eine „Todesanzeige für die Meinungsfreiheit“.
Und das geht nun gar nicht:
Auf CCC-Mitglieder, die ihre Computerkenntnisse nutzen, um Anbietern von Kinderpornos das Handwerk zu legen, wartet man dagegen vergebens.
Sogar auf den Stopschild des BKA steht geschrieben, dass „Die Suche nach Kinderpornografie und Beweissicherung“ „ausschließlich Sache der Polizei“ ist. Das wäre ja noch schöner — sollen die „Nerds“ jetzt die Kinderporno-Angebote hacken und Kreditkarteninhaber zurückverfolgen?
Aber was rege ich mich auf. Was kümmert’s den Baum, wenn der Hund das Bein hebt… Nichts verstanden, aber laut getönt, das passt wohl ganz gut zur Emma.
Achso, übrigens:
Lassen Datenschützer und Internet-Freaks sich vor den Karren der Händler und Freunde von Kinderpornografie spannen? Diese Frage muss sich nicht nur Franziska Heine aus Schwerin stellen.
Nein, ganz sicher nicht. Im Gegensatz zur EMMA, die sich vor den Karren der Familienministerin spannen lässt.