Mit meiner Zahnkorrektur geht’s prima voran. Nach einer Woche lassen sich die Schienen problemlos wechseln, vermutlich allerdings eher, weil ich inzwischen eine gewisse Routine entwickelt habe, als dass es schon nennenswerte Fortschritte zu verzeichnen gäbe.
Die Hardcaps machen tagsüber keine Probleme. Bisher hat noch niemand gemerkt, dass ich eine Zahnspange trage, insofern ist zumindest das eine Ziel bereits erfüllt. Mit der Zeit werden die Schienen etwas unansehnlich, weil sich trotz bester Zahnhygiene Essensreste und andere Feststoffe dort absetzen können. Mit viel warmen Wasser ist da wenig getan, aber eine speziell zum Reinigen der Schienen abgeordnete Zahnbürste hilft prima. Das lässt sich natürlich bestens mit der täglichen Zahnreinigung verbinden und macht insofern keine Probleme.
Ich soll nur bestimmte Getränke zu mir nehmen, wenn ich die Schienen trage, habe ich inzwischen herausbekommen. Kohlensäurehaltige Getränke seien wohl nicht so ganz das Wahre, ebensowenig wie Energy-Drinks. Davon habe ich vorher nichts gewusst, man hatte mir lediglich erklärt, dass farbige Getränke logischerweise zwischen Zahn und Schiene laufen könnten und ich somit ein wenig doof aussähe. Ich bin mittlerweile auf stilles Wasser umgestiegen, was schlimmer klingt, als es eigentlich ist. Ich hatte noch immer den Geschmack des stillen Wassers aus dem letzten Frankreich-Urlaub im Mund, das widerlich aufgeheizt war und allenfalls nach Plastikflasche schmeckte.
Allerdings hat sich inzwischen auch die Versicherung wieder gemeldet, denen die eingereichten Unterlagen noch immer nicht genügen. Anscheinend fehlen im Heil- und Kostenplan unter anderem Angaben zur Diagnose und die getroffenen Maßnahmen, was ich nicht ganz glauben kann, weil meine Zahnarztpraxis diese Unterlagen bereits zum zweiten Mal eingeschickt hatte. Mal sehen, was sich dort noch so ergibt.