Ich will noch einmal über die Deutsche Post und ihren Paketverschluderer DHL nörgeln.
Ich verschicke einigermaßen regelmäßig kleine Pakete. Bisher bin ich damit immer zum nächsten Supermarkt gelatscht, seit die Post unsere Hauptfiliale geschlossen hat und habe dort den armen, schlecht ausgebildeten Angestellten erklärt, wie das mit der Nachnahme für ein Paket läuft, dass ein Päckchen für meine Zwecke nicht ausreichend versichert ist und wie man einen Brief als Einschreiben mit Rückschein vorbereitet. Daran habe ich mich schon einigermaßen gewöhnt. Servicewüste Deutschland eben.
Dass DHL mit meinen Paketen trödelt, ist ärgerlich genug. Erst liegt es zwei Tage im Supermarkt, dann zwei Tage im Verteilerzentrum, dann zwei Tage im Empfänger-Verteilerzentrum und nach knapp einer Woche wird es endlich zugestellt. Und das ist bei mir kein Einzelfall: fünf von sieben in den letzten Wochen verschickten Paketen ließen sich mächtig Zeit auf dem Weg zum Empfänger. Das ist reichlich ärgerlich.
Und dann kam die Deutsche Post auf die Idee, neue Adressaufkleber einzuführen. Die Supermarkt-Angestellten kamen damit überhaupt nicht zurecht und so dauerte es knapp eine Viertelstunde, bis ich mein Paket los wurde. Ob es beim Empfänger angekommen ist — man weiß es nicht (okay, natürlich ist es beim Empfänger angekommen, er hat sich nämlich dafür bedankt): der Identcode enthält neuerdings auch Buchstaben, bloß funktionieren tut er nicht mehr.
Dafür gibt’s vom Adressaufkleber keinen Durchschlag mehr. Als ich meine beiden Pakete abgab, reichte mir die Dame meine beiden Quittungen rüber: einen weißen Zettel, zu einem Achtel bedruckt mit Identcode, Gewicht, Einlieferungsdatum und -ort. Unmöglich, die im Nachhinein noch dem Empfänger zuzuordnen, zumal der Identcode ja nicht funktioniert. Da hilft wohl nur, nächstes Mal jedes Paket einzeln einzuliefern und den Empfänger handschriftlich auf der Quittung zu vermerken — oder den Paketdienst zu wechseln. Wer so mit seinen Kunden umgeht, hat anscheinend keine mehr nötig.
