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	<title>Malte Hübner &#187; Verkehr</title>
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		<title>Straßen ohne Verstand</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 02:53:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Hübner</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt innerörtliche Straßen, die wurden ohne Radwege ausgestattet und es gibt Straßen, die wurden noch nicht einmal mit einem Gehweg gesegnet. Das führt meistens dazu, dass Radfahrer im falschen Glauben, dort nicht radeln zu dürfen, einen Umweg fahren. Das witzige ist aber: solange es sich nicht kraft Beschilderung um eine für Fahrräder gesperrte Straße handelt, darf dort fröhlich auf der Fahrbahn geradelt werden. Man ist keinesfalls gezwungen mit dem Rad einen Umweg in Kauf zu nehmen, weil das alle so machen, oder gar mit dem Rad auf dem linksseitigen Gehweg zu radeln, weil das alle so machen. Was viele falsch machen wird zum Glück noch längst nicht richtig.</p>
<p>Nun denn, ich fuhr also mit dem Rad auf der Fahrbahn entlang, auf der aus oben genannten Gründen mutmaßlich noch nie ein Radfahrer geradelt ist. Ich war noch nicht einmal fünfzig Meter weit gekommen, als der Autofahrer hinter mir ein wutentbranntes Hupkonzert veranstaltete und mit unfreundlichen Gesten überholte. Er schaffte es dadurch wenigstens fünf Sekunden früher an der nächsten roten Ampel zu stehen, die er dann nutze, um das Fenster zu öffnen und sich schon mal ein paar unflätige Wörter zurechtzulegen. So fand ich mich dann auf der Linksabbiegespur neben ihm ein, perfektes Schussfeld, und er legte los: wenn ich noch einmal hier langradelte, dann riefe er die Polizei und die nähmen mir mein Fahrrad weg. Dann düste er weiter, zum Glück.</p>
<p>Ich wollte ja eigentlich ein bisschen lachen, aber dann fiel mir die Empfehlung der Polizei von vor ein paar Jahren ein, auf gar keinen Fall auf der Fahrbahn zu fahren und im Notfall auf Straßen ohne Radweg den Gehweg zu beradeln. Das ist durchaus eine Ansicht, die sich hier im Ort durchgesetzt hat, denn Fahrbahnradler findet man hier kaum, die wenigen Leute, die hart genug fürs winterliche Radeln sind, sind auch meistens zu doof, um auf der Fahrbahn zu fahren. Stattdessen wählen sie den Gehweg, der bekanntlich nicht bloß ungleich gefährlicher, sondern im Winter noch nicht einmal besonders toll geräumt ist.</p>
<p>Na gut. Kann man ja machen.</p>
<p>Ein rechtes Dilemma entsteht nun, wenn es hier im Ort einen Radweg ohne Benutzungspflicht gibt. Tatsächlich wurden Benutzungspflichten hier beinahe ohne Sinn und Verstand aufgestellt und das eigentliche Ziel des Radwegzwanges, nämlich den Radfahrer an Gefahrenstellen auf den sicheren Radweg zu bringen, wird kaum erreicht. Entweder teilt sich der Radfahrer einen absurden engen Gehweg mit den Fußgängern oder er purzelt an schlecht einsehbaren Stellen wieder vom Radweg herunter. Bestes Beispiel sind die örtlichen Kreisverkehre, auf denen er dank der entsprechenden Beschilderung noch nachrangig um den Kreisverkehr geführt wird und die dadurch entstandenen, komplexen Situationen nur deswegen nicht zu häufigen Unfällen führen, weil sich die Kreisverkehre in von Radfahrern selten frequentierten Straßen befinden.</p>
<p>Nun gibt es dennoch Radwege ohne Benutzungspflicht, wie gesagt, und die sind in der Regel in einem so schlechten Zustand, dass die zuständige Behörde offenbar gar keine andere Wahl hatte, als die blauen Schilder abzuschrauben. Da wird der Radfahrer nicht nur auf einem buckeligen Radweg geführt, sondern auch direkt neben parkenden Autos und zwischen Laternenpfählen und unzulässigerweise in beiden Richtungen. Das Gefährdungspotenzial ist enorm, wenn ein Radfahrer hinter parkenden Autos fährt und plötzlich bei einem rechtsabbiegenden Kraftfahrzeug auf der Motorhaube liegt. In meiner Schulzeit gab es relativ häufig brenzlige Situationen und sogar ein paar Unfälle, die sicherlich auf der Fahrbahn nicht passiert wären.</p>
<p>Aber auf der Fahrbahn radeln? Hier undenkbar, obwohl das einzige Risiko auf der Fahrbahn bei vernünftiger Fahrweise eigentlich die vorsätzlichen Zurechtweisungen der Kraftfahrzeugführer sind. Da wird dann nicht nur gehupt und beleidigt, sondern auch gerne beim Überholen an den rechten Fahrbahnrand gedrängt, denn ein Radfahrer auf der Fahrbahn neben einem durch die Windschutzscheibe prächtig aussehenden Radweg, das geht ja nunmal nicht. Und abgesehen davon dürfte Autofahrern, die eher selten auf dem Rad sitzen, auch jegliche Regelkenntnis abhanden gekommen sein, unter welchen Voraussetzungen ein Radweg überhaupt befahren werden muss und darf.</p>
<p>Da geht’s dann nur darum, dass der Radfahrer nicht auf der Fahrbahn fährt. Ganz egal, ob ich mit 45 Kilometern pro Stunde dort entlangdüse oder zwischen den im Stau schleichenden Autos stehe: Radfahrer haben hier auf der Fahrbahn nichts verloren.</p>
<p>Das sagt ja auch die Polizei, wenn sie den Gehweg empfiehlt.</p>
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		<title>Für Verstand war da kein Platz</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 03:50:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Hübner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Autobahn ist es manchmal windig. Das kommt vor. Und es kommt auch vor, dass man am Feiertag die so ziemlich einige Kolonne von Lastkraftwagen trifft, die weit und breit unterwegs ist. Die möchte man aber trotzdem überholen, auch &#8230; <a href="http://www.maltehuebner.com/fur-verstand-war-da-kein-platz/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Autobahn ist es manchmal windig. Das kommt vor. Und es kommt auch vor, dass man am Feiertag die so ziemlich einige Kolonne von Lastkraftwagen trifft, die weit und breit unterwegs ist.</p>
<p>Die möchte man aber trotzdem überholen, auch wenn die eigene Geschwindigkeit aufgrund des Sturmes nicht so sehr viel höher ist und zwischen zwei Lastkraftwagen der Wind den Wagen noch kräftig in Richtung der mittleren Schutzplanke drückt. Der Wagen hinter mir schlug sich zwar nicht sehr viel besser, machte aber mit seinem dichten Auffahren unmissverständlich klar, dass ich für seine Begriffe zu langsam fuhr. Vermutlich hätte es einen Unfall gegeben, hätte ich der Sturm nach vorne gedrückt anstatt nach links und rechts, denn sehr viel Abstand war nicht mehr zwischen uns.</p>
<p>Mein scheiß Problem ist ja, dass ich den Blinker, gemeint ist im Sinne der Straßenverkehrsordnung der Fahrtrichtungsanzeiger, richtig benutze, also frühzeitig anzeige, wohin ich zu fahren gedenke anstatt einmal kurz den Blinker anzuticken, nachdem der Spurwechsel schon im Gange ist. Ich setzte also schon den Blinker während ich den letzten Lastkraftwagen überholte, um anschließend auf die rechte Spur zurückzufahren. Inzwischen gab der Wagen hinter mir aber richtig Gas und überholte mich noch vor dem eigentlichen Spurwechsel, so dass wir zwischenzeitlich zu dritt nebeneinander auf der Autobahn fuhren.</p>
<p>Wie das passte? Keine Ahnung. Wahrscheinlich war ich schon mit dem einen Rad auf der rechten Spur, aber sehr viel Platz war da wirklich nicht mehr. Ein ungünstiger Windstoß zur falschen Zeit und er hätte der Polizei erklären können, was er mit diesem Manöver bezwecken wollte. Die paar Sekunden Zeitgewinn können es ja kaum gewesen sein. Man kann natürlich diskutieren, ob es nötig ist, einen Lastkraftwagen mit 110 Kilometern pro Stunde zu überholen — ich hielt meine Geschwindigkeit angesichts der Windverhältnisse schon für einigermaßen grenzwertig. Aber dann ein solches Manöver einzuleiten, ist schon mehr als fahrlässig.</p>
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		<title>Im Rückwärtsgang</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 01:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Hübner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern stand ich mit dem Rad hinter einem Kombi auf der Linksabbiegespur, als plötzlich die Rückfahrscheinwerfer aufleuchteten — oh weh, der wollte sich wohl noch schnell auf einer anderen Spur einordnen. Und weil hinter ihm ja kein Auto zu sehen war, &#8230; <a href="http://www.maltehuebner.com/im-ruckwartsgang/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern stand ich mit dem Rad hinter einem Kombi auf der Linksabbiegespur, als plötzlich die Rückfahrscheinwerfer aufleuchteten — oh weh, der wollte sich wohl noch schnell auf einer anderen Spur einordnen. Und weil hinter ihm ja kein Auto zu sehen war, setzte er flugs zum Rückwärtsfahren an, davon konnte ihn nicht einmal eine deutliche Warnung mit der Airzound abhalten, während ich schon mal versuchte, mein Rad aus der Schusslinie zu bringen, was schließlich in einem kräftigen Klaps auf das Fenster rechts hinten endete. Das ging auch nur gut, weil ich mich noch einigermaßen auf der rechten Seite des Wagens aufgehalten habe.</p>
<p>Für den Kombifahrer gab es nun verschiedene Möglichkeiten. Er hätte mich einfach ignorieren können, denn schließlich war ich ja nur ein Radfahrer, da ist ja alles halb so wild. Er hätte sich entschuldigen können, sorry, ich hab Sie nicht gesehen. Er hätte noch ehrlicher werden und zugeben können, dass er angesichts des vollgeladenen Kofferraumes auch gar nichts sehen konnte, sorry, ich habe einfach nicht aufgepasst. Nun muss es aber wohl so sein, dass jemand, der einfach mal den Rückwärtsgang reinknallt, offenbar auch sonst ein paar Probleme hat, denn der Fahrer stand ungefähr sofort neben mir und machte mich dumm an, was ich denn gegen sein Auto trete?!? Ich erwiderte, dass ich mit der flachen Hand aufs Fenster geschlagen hatte, damit die blinde Rückwärtsfahrerei endlich aufhören möge, aber das Argument prallte an ihm vollkommen ab, er ging fest davon aus, dass ich gegen seinen Wagen getreten hatte, und zwar grundlos. Wenn ich das nicht zugeben wollte, ja, dann könnten wir auch gerne mal die Polizei rufen, dann würde ich schon sehen, was ich davon hätte.</p>
<p>Dann mischte sich auch noch die Beifahrerin ein, die im Gegensatz zum Fahrer sowohl mitbekommen hatte, dass der Wagen rückwärts fuhr und sogar gesehen hat, dass ich mit der flachen Hand auf das Fenster geschlagen hatte. Das machte die Sache aber nicht unbedingt besser, denn angeblich sei es ja jedem bekannt, dass sich Radfahrer nicht an die Verkehrsregeln hielten, ich müsse ja schließlich auch aufpassen, was im Verkehr passiert und nicht die ganze Verantwortung auf den Autofahrer abschieben und überhaupt gelten für Radfahrer ja gar keine Regeln, die fahren ja eh alle bei rot und dass ich das Auto angefasst habe, das ginge ja gar nicht, was wenn da nun eine Delle drin ist?</p>
<p>Und dann stiegen sie ein und fuhren weiter. Von § 9 Absatz 5 der Straßenverkehrsordnung hatte man offenbar noch nichts gehört:</p>
<blockquote><p>Beim Abbiegen in ein Grundstück, beim Wenden und beim Rückwärtsfahren muß sich der Fahrzeugführer darüber hinaus so verhalten, daß eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist; erforderlichenfalls hat er sich einweisen zu lassen.</p></blockquote>
<p>Das sind dann diese Momente, in denen man plant, das nächste Mal einfach vom Sattel zu springen und den Drahtesel überfahren zu lassen, dann wird eben das volle Programm gefahren mit Polizei und Zeugen und Versicherung und allem drum und dran, da werden die dummen Sprüche schon schnell verschwinden. Aber dann mag ich mein Rad eigentlich doch ganz gerne und auf den vielen Ärger eines solchen Unfalles bin ich dann doch nicht scharf.</p>
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		<title>Wechselkennzeichen</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 05:12:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Hübner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Wechselkennzeichen, seit Jahren erwartet und seit ebenso langer Zeit auch immer wieder hinausgeschoben, soll wohl nächstes Jahr tatsächlich eingeführt werden. Nachdem man nun hinreichend lange an der Idee herumgeschnitten hat, bleibt allerdings kaum mehr als ein halb totes Skelett &#8230; <a href="http://www.maltehuebner.com/wechselkennzeichen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wechselkennzeichen, seit Jahren erwartet und seit ebenso langer Zeit auch immer wieder hinausgeschoben, soll wohl <a href="http://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/was-wechselkennzeichen-leisten-muessen-110493.php">nächstes Jahr tatsächlich eingeführt werden</a>. Nachdem man nun hinreichend lange an der Idee herumgeschnitten hat, bleibt allerdings kaum mehr als ein halb totes Skelett einer ehemals hinreichend guten Idee übrig. Und das ist eigentlich nicht unbedingt schlecht.</p>
<p>Die Idee, <a href="http://www.autobild.de/klassik/artikel/wechselkennzeichen-kommt-1183050.html">für die sich Auto BILD verantwortlich sieht</a>, sah einmal vor, bis zu drei unterschiedliche Fahrzeuge unter einem Kennzeichen laufen zu lassen — Versicherungskosten und Steuern fielen nur für das jeweils am teuersten versicherte Fahrzeug an.</p>
<p>Das ist eigentlich eine recht übersichtliche Idee.</p>
<p>Die Wirklichkeit sieht nun deutlich anders aus, denn das Kennzeichen gilt nur noch für zwei Fahrzeuge aus der selben Klasse, wobei sich die Klasse offenbar auch über die Kennzeichengröße definiert. Ein gemeinsames Kennzeichen für Motorrad, Cabrio und Geländewagen kommt also nicht mehr in Frage. Nun ist die Sache aber vollkommen witzlos, weil trotzdem Steuern und Versicherungen für beide Fahrzeuge zu zahlen sind, die Ersparnis ist bestenfalls noch immer so minimal, dass man schon beinahe den körperlichen Aufwand für das regelmäßige Umstecken dagegenrechnen müsste. Zwei „normale“ Fahrzeuge haben außerdem den Vorteil, dass man sie auch parallel nutzen kann, etwa für den großen Familienausflug mit zwei Fahrzeugen.</p>
<p>Eine deutsche Spezialität sollte nicht unerwähnt bleiben: das jeweilige Fahrzeug ohne Kennzeichen darf natürlich nicht im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt werden. Das heißt, man bräuchte nicht nur einen Stellplatz für ein Fahrzeug, sondern für beide und ebenjener Stellplatz muss auch noch so gestaltet sein, dass man mit beiden Fahrzeugen ein- und ausfahren kann.</p>
<p>Die Frage, was ein solches Kennzeichen denn überhaupt noch bringt, lässt sich vermutlich recht einfach beantworten: nichts. Interessanter ist, was es denn eigentlich früher einmal bringen sollte, denn schließlich freuten sich ADAC und Auto BILD über bis zu 1,3 Millionen zusätzliche Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen. Das ist zwar angesichts der 50 Millionen Fahrzeuge, die dort schon fahren oder stehen, auch nicht sonderlich mehr, aber eigentlich der falsche Weg. Es ist sicherlich toll, sich jetzt ein Elektrofahrzeug für Kurzstrecken zu kaufen und das konventionelle Fahrzeug für den Urlaub zu nutzen, doch steht dem nur noch das Problem entgegen, dass in den meisten Innenstädten gar kein rechter Platz für weitere Fahrzeuge ist, egal ob mit Elektromotor oder Verbrennungsmaschine. Bedarfsgerechte Mobilität meint allzu oft den Umstieg vom öffentlichen Verkehrsmittel auf das eigene Fahrzeug, obwohl letzteres, egal ob mit Batterie oder ohne, noch immer Unmengen an Abfällen bei der Produktion erzeugt, verhältnismäßig viel Platz verbraucht und dank der vermurksten Idee des Wechselkennzeichens auch noch relativ viel kostet, von den üblichen Umweltaspekten einmal abgesehen.</p>
<p>Vielleicht sollte man die bedarfsgerechte Mobilität umdefinieren, dass nicht mehr der persönliche Bedarf, sondern der tatsächliche Bedarf gemeint ist. Dem tatsächlichen Bedarf einer nachhaltig orientierten Gesellschaft wird ein Zweitwagen zumindest nicht gerecht.</p>
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		<title>Jammerlappen</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 22:03:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Hübner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Das, was ich da heute von der Windschutzscheibe angeln durfte, kann man ja ob des Wetters tatsächlich nur noch als „Jammerlappen“ bezeichnen. Das Ding lag sogar eine halbe Stunde auf der Heizung, damit ich es einscannen konnte. Und ja, in &#8230; <a href="http://www.maltehuebner.com/jammerlappen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.maltehuebner.com/wp-content/uploads/2011/12/jammerlappen.jpeg"><img src="http://www.maltehuebner.com/wp-content/uploads/2011/12/jammerlappen-300x209.jpg" alt="" title="jammerlappen" width="300" height="209" class="aligncenter size-medium wp-image-3558" /></a></p>
<p>Das, was ich da heute von der Windschutzscheibe angeln durfte, kann man ja ob des Wetters tatsächlich nur noch als „Jammerlappen“ bezeichnen. Das Ding lag sogar eine halbe Stunde auf der Heizung, damit ich es einscannen konnte. Und ja, in der Tat, ich parkte nicht auf meiner „privaten Stellplatzparkfläche vor Haus Nummer &#8230;&#8230;“, sondern im öffentlichen Verkehrsraum und das liegt ganz einfach daran, dass seit dem Wochenende auf meinem Stellplatz schon jemand parkt. Vielleicht sollte ich den Zettel etwas umformulieren und dem eigentlichen „asozialen Nachbarn“ unter den Scheibenwischer schieben. Abschleppen kann ich ihn eh nicht lassen, dazu fehlt als Student das Geld, und außerdem handele ich mir dadurch nur weitere Scherereien ein.</p>
<p>Eigentlich kann man nur hoffen und warten, dass der seine Karre irgendwann freiwillig bewegt und nicht zum Überwintern dort abgestellt hat. Als Mieter eines Stellplatzes ist man echt am Arsch, da geht, wie in so manchen Fällen, Täterschutz vor Opferschutz.</p>
<p>Abgesehen davon hat der gute Nachbar offenbar § 12 Absatz 6 der Straßenverkehrsordnung nicht so ganz verstanden. Da ist von platzsparendem Parken die Rede, was aber schon sehr weit ausgelegt werden muss, um Fahrzeuge aus dem öffentlichen Verkehrsraum auf eine private Stellfläche zu verbannen. Vielleicht bekomme ich ja noch mal einen zweiten Zettel mit einer Danksagung, dass ich beinahe alle meine Wege mit dem Rad zurücklege und für meine lieben Nachbarn normalerweise sämtliche öffentlichen Parkflächen freihalte.</p>
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