Archiv für die Kategorie „Arbeit“

Heute in der Stadt

Samstag, 15. August 2009

Heute sollte ich eine kleine Umfrage durchführen, etwa vierzig Zeilen, vier kleine Portraits: Meinungen zur Schließung des örtlichen Hertie-Warenhauses.

Leider wollte niemand mitmachen. Das lag nicht etwa daran, dass alle so frustriert von der Situation waren, nein, das wird schon irgendwie meine Schuld gewesen sein, nur wie und warum, das weiß ich noch nicht so genau. Vielleicht dachten die Leute, ich würde ihnen etwas verkaufen wollen und wer das nicht dachte, erzählte mir minutenlang die tollsten Sachen über Hertie, aber mit Name und Foto in die Zeitung, das war dann doch zu viel.

Ich brauchte eineinhalb Stunden, um schließlich auf Biegen und Brechen drei Aussagen zu bekommen. Es war zwar irgendwie das gleiche, die Kaufkraft wird mit Einkaufszentren an den Stadtrand gezogen und welch ein Wunder, dass dann die Innenstadt stirbt, aber immerhin.

Und dann, ich war gerade auf dem Weg in die Redaktion, traf ich noch einen Sicherheitsbeamten der Filiale. Er hatte mich wohl beobachtet, wie ich mehrmals durch die Filiale gelatscht bin, um zu sehen, ob da überhaupt noch Leute drin sind (und freilich auch aus Neugierde, wie das denn in einem Warenhaus kurz vor Schließung aussieht, denn riesige, leere Regale sieht man ja auch nicht immer). Dass ich bei Hertie nicht fotografieren oder befragen darf, das war mir durchaus bewusst, da hatten wir schon vor ein paar Jahren mächtig Stress.

Und dann griff er ganz ungeniert zu meiner Kamera. Ich zog sie weg und machte ihm klar, dass ihn die Fotos auf meiner Kamera nichts angingen. Wenn er mir nicht glaubt, dass ich in seinem Laden nicht fotografiert habe, dann soll er die Polizei rufen. Er gab sich zufrieden: „Morgen ist ja eh alles vorbei.“

Ich glaube, die Polizei hätte mir eh nichts genützt.

Uptime

Dienstag, 11. August 2009

So langsam blicke ich durch, was passiert, wenn der Load in die Höhe wächst:

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mhuebner@unitedcolors:~$ uptime
22:39:10 up 4 min, 1 user, load average: 1.56, 1.91, 0.87

Da guckt sich jemand auf Caldera die Fotoalben durch. Weil die Breite der längsten Seite eines Fotos auf Caldera momentan 800 Pixel beträgt, wird sowohl das 800-Pixel-Bild als auch ein Thumbnail aus dem Original heruntergerechnet. Selbstverständlich wird das ganze im Cache-Verzeichnis gelagert, sonst würde der Server ja ewig rechnen.

Allerdings hat er wohl auch ganz gut damit zu tun, die Datei jedes Mal durch ein PHP-Skript ausliefern zu lassen. Ruft man eine Übersichtsseite mit dreißig Thumbnails auf, so schießt der Load gleich über 2.5. Da muss ich mir wohl mal was einfallen lassen — bisher hielt ich die Auslieferung durch ein PHP-Skript für clever, damit nicht jeder Hannes einfach die Bilder aus dem öffentlichen Bild-Verzeichnis auf dem Webserver aufrufen kann.

Apple Aperture

Sonntag, 9. August 2009

Das wichtigste, das Fotografen über Apple Aperture wissen müssen:

aperture

Ich habe heute etwa 5.000 Fotos exportiert. Und dabei ist mir das Geraffel bestimmt fast dreißig Mal (!) abgestürzt. Es ist zum Haare raufen! Schon blöd, wenn der Kunde morgen seine Fotos möchte und man nicht weiß, wie man den Kram aus seiner Bibliothek rausbekommen soll. Ob Adobes Lightroom das besser kann?

Stadtranderholung Heidberg

Montag, 3. August 2009

Als ich vor zwei Jahren meinen ersten Lehrgang für die Stadtranderholung auf dem Heidberg belegte, wollte ich eigentlich mal nachfragen, ob ich nicht lieber die Veranstaltung fotografisch begleiten sollte anstatt Kinder zu betreuen. Leider habe ich aus irgendeinem Grunde nicht nachgefragt.

Dieses Mal war ich nur als Fotograf unterwegs, schmiss täglich glatt fünfhundert Fotos auf meinen Server und ja, es hat Spaß gemacht. Die Kinder sind noch geiler auf Fotos als irgendwelche Partymeuten in der Disco. Und ich glaube, ziemlich viele waren auch zufrieden mit meinen Werken.

Mehrere tausend Fotos, allerdings nicht alle aus meiner Kamera, gibt’s unter www.stadtranderholung-heidberg.de.

Das letzte Mal im Tucholsky

Sonntag, 26. Juli 2009

Ich glaube, ins Tuch, da gehe ich erstmal nicht mehr hinein. Und in die Bergstraße auch nicht. Vielleicht. Mal sehen.

Erstmal das übliche:

Der komische Karaoke-Club gleich neben dem Eingang ist mal wieder dicht. Stattdessen steht dort was von Billard-Center. Das kann ja heiter werden.

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Das Restaurant nebenan ist auch dicht. Vermutlich aus hygenischen Gründen. Aber lecker war es da trotzdem. Auch wenn der Belag im Burger bestimmt auch selber irgendwo getanzt hätte.

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Und die Tanzflächen waren wieder etwas, naja, leer.

IMG_1800

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Und dann ging der Ärger richtig los: vor dem Parkplatz hinter dem Tucholsky gibt es ja diese seltsamen Schranken. Früher standen die Schranken nachts immer offen, dann waren sie eine Zeit lang geschlossen und seitdem hin und wieder offen und geschlossen. Ich weiß nicht, welchem System die Schrankenanlage gehorcht, aber wir machten uns seitdem einen Witz daraus, während der Fahrt die Stellung der Schranken zu erraten und sie anschließend zu fotografieren.

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Und das mit dem Fotografieren ist ganz schön kompliziert mit so einer kleinen Kamera, die ich mir damals extra für Besuche in Discotheken, Hochseilgärten und anderen Freizeitaktivitäten zugelegt habe. Deshalb brauchte ich mehrere Versuche, deshalb verwackelte ich und weil ich einmal den Blitz eingesetzt hatte, zog ich mir den Zorn der Türsteher auf mich, die rechts der Schrankenanlage den Eingang zu ihrer Discothek im Tucholsky-Komplex bewachten.

Einer der Türsteher kam alsdann angelaufen und bat mich, die Fotos zu löschen. Seine Bitte bschreibt allerdings eher den formalen Charakter, denn in Wirklichkeit war es mehr ein Befehl und ein unfreundlicher dazu.

Darauf hatte ich keine Lust.

Erstmal war das Foto vollkommen verwackelt, so dass neben der Tür ein schwarzer Schatten zu erkennen war, der nur mittelbare Ähnlichkeit mit einer menschlichen Person hatte. Ich bin mir ohnehin nicht sicher, ob dort es sich bei der schwarzen Fläche wirklich um die Person oder zumindest deren Schatten handelte und nicht um irgendeine schattige Fläche.

Inzwischen war auch sein Kollege herangetreten und inzwischen ging es auch nicht mehr bloß um Foto löschen, sondern um Speicherkarte formatieren. Das wollte ich erst recht nicht, da waren aberdutzende Fotos eines lustigen Abends drauf und die lösche ich doch nicht, weil ein kräftigerer Typ vor mir steht.

Zumal es dazu gar keine Rechtsgrundlage gab. Erstmal ist er auf dem Foto eindeutig nicht zu erkennen und selbst wenn wäre er allenfalls Beiwerk auf diesem Foto gewesen. Mit Recht am eigenen Bild konnte er mich da wenig beeindrucken.

Nun wäre es nicht verkehrt gewesen, mal etwas von seinem Recht abzuweichen, der klügere gibt ja nach, und das Foto einfach zu löschen. Scheiß doch drauf, mach ich noch eins und schon ist die Welt wieder in Ordnung. Dummerweise war das nicht so einfach: nachdem mir meine Digiknipse in den letzten zwei Tage gleich zwei Mal heruntergefallen war, funktionierten einige Bedienknöpfe nicht mehr — ich konnte weder den ISO-Wert anpassen noch Bilder löschen. Das nennt man dann wohl Schicksal.

Jedenfalls traf ich jetzt eine falsche Entscheidung: ich verschwieg die Sache mit dem Knopf, denn ich dachte, das könnte so sehr nach Ausrede klingen, dass mir die beiden Türsteher gleich ohne weitere Diskussion die Fresse polieren. Während mich die beiden übel beschimpften und die Arme verdrehten, konnte ich sie immerhin überreden die Polizei zu rufen.

So ein Blödsinn.

Die kam dann auch nach zehn Minuten und war ungefähr so erfreut über den ganzen Kram wie ich. Nur von der anderen Seite. Erstmal beschwerte sich einer der Polizisten bei mir, dass die Einsatzkosten in Höhe eines ansehnlichen dreistelligen Betrages auf mich zukommen könnten. Dann hörten sie den Türsteher an, nahmen sich meine Kamera und drückten so lange auf der Löschen-Taste herum bis sie endlich funktionierte. Und dann schickten sie den Türsteher weg, verlangten noch meine Personalien und empfahlen mir, die Gegend sofort zu verlassen — normalerweise würden mich die Türsteher in irgendeine dunkle Ecke schleifen und zünftig verprügeln.

Dann verschwanden sie. Ich latschte einmal um das Tucholsky herum, holte meine Mitfahrer ab und sah zu, dass wir nach Hause verschwanden.

Ich war stinksauer.

Und je länger ich darüber nachdenke, desto blöder wird mir das alles.

Klar, die Polizisten haben dafür gesorgt, dass die Situation nicht eskaliert, moralisch war das sicherlich in Ordnung, aber nach einer groben Google-Recherche war das Verhalten in rechtlicher Hinsicht höchst fragwürdig.

Das Internet sagt dazu:

Aufforderung zum Löschen von Photos oder Filmen?
Egal, auf welchem Weg Photo- oder Filmaufnahmen zustanden gekommen sind: Grundsätzlich gibt es keine Rechtsgrundlage, nach der bereits gemachte Photo- und Filmaufnahmen wieder gelöscht werden müssten. Wird unter Zwang oder Gewaltandrohung eine Herausgabe von Photo- oder Filmapparaten gefordert, so ist dies ein räuberischer Diebstahl gemäß §252 StGB. Werden existierende Aufnahmen gegen den Willen des Photographen gelöscht, so liegt bei herkömmlichen Filmen eine Sachbeschädigung gemäß §303 StGB vor, bei digitalen Speichermedien eine rechtswidrige Datenveränderung gemäß §303a StGB. Bereits der Versuch ist strafbar. Eine Beschlagnahme von Gegenständen (also z.B. Photo- oder Filmapparaten) ist nur durch die Staatsgewalt (Polizei) zulässig. Dabei muß die rechtliche Grundlage der Beschlagnahme genannt und eine Quittung/Protokoll ausgehändigt werden. Das Beschädigen von Gegenständen, Löschen von Daten oder die unvollständige Rückgabe beschlagnahmter Sachen ist auch für die Polizei nicht zulässig, es bedarf eines rechtskräftigen Urteils durch ein ordentliches Gericht.

Aha, das Löschen von Daten ist ohne richterliches Urteil eine rechtswidrige Datenveränderung und darf wenn überhaupt bloß nach richterlichen Urteil erfolgen. Dass sich ein Polizist so einfach meine Kamera schnappt und Fotos löscht, scheint also durchaus nichts rechtens zu sein.

Auch das Recht am eigenen Bild scheint mit der ganzen Sache wenig zu tun zu haben, abgesehen davon, dass auf dem Bild ja niemand abgebildet war:

Das „Recht am eigenen Bild“ ist lediglich eine Einschränkung der Veröffentlichung von Aufnahmen. Das Photographieren und Filmen als solches ist dadurch nicht eingeschränkt. Es ist frei zulässig, Photo- und Filmaufnahmen einzelner Personen auch ohne deren Einwilligung zu erstellen und zu besitzen, lediglich zur Veröffentlichung braucht man die Genehmigung der Betroffenen.

Davon wussten wohl weder Polizisten noch Türsteher.

Und dass ich den Einsatz mit einer höheren dreistelligen Summe bezahlen soll, scheint mir ebenso seltsam. Ich bin gespannt, ob da noch was kommt und wenn, dann werde ich selbstverständlich dagegen vorgehen. Man stelle sich vor, ich drehte jemandem eine lange Nase, der ruft daraufhin die Polizei, obwohl das ganze noch gar nicht als Beleidigung durchgehen dürfte und die Polizisten erklären mir daraufhin, ich müsste die Einsatzkosten tragen. Das ist lustig: dann ruft man bei irgendwelchen blödsinnigen Vorfällen die Polizei und beschuldigt jemanden ohne rechtliche Grundlage, der wird die Einsatzkosten schon zahlen müssen, obwohl er im Recht war, obwohl er bloß auf sein Recht bestand. Denn: soweit ich das erkennen kann, hatte ich weder den Türsteher in seinen Rechten verletzt — er war ja schließlich gar nicht auf dem Foto drauf — noch könnte ich für den Einsatz zu belangen sein. Hoffentlich soll ich dem Typen, der mir nachts in der Innenstadt eine Tracht Prügel androht, nicht auch einfach meine Brieftasche geben anstatt die Polizei zu beschäftigen.

Das ist zwar in dieser Situation jetzt mehr oder weniger dumm abgelaufen, nur: was ist, wenn die Polizei häufiger auf diese Weise ihre Kompetenzen überschreitet? Auf Volksfesten wie dem Rendsburger Herbst oder der Kieler Woche gibt es oft genug grölende Besucher, die irgendwelche Fotos gelöscht haben wollen. In der Regel handelt es sich um Weitwinkelaufnahmen von belebten Plätzen, auf denen gut und gerne mehrere hundert Menschen versammelt sind. Und dann kommt die Polizei und entschärft die Lage, indem sie mir die entsprechenden Fotos löscht oder gleich die ganze Speicherkarte formatiert? Übrigens: Foto löschen ist in dem Zusammenhang wie beschrieben mehr als ärgerlich — Speicherkarte formatieren wäre sogar geschäftsschädigend, kämen mir unter Umständen mehrere hundert Fotos abhanden.

Ich hätte gute Lust, wegen dieser Situation noch mal bei der Polizei vorzusprechen. Egal, ob ich im Recht bin oder nicht, das Ergebnis würde mich brennend interessieren.

Aber ins Tucholsky, da gehe ich erstmal nicht mehr hin.

Google…

Freitag, 24. Juli 2009

… schau doch mal bitte kurz bei der Stadtranderholung Heidberg vorbei, damit die endlich mal im Index auftauchen.

Unnormal nass geworden

Mittwoch, 22. Juli 2009

Wir hatten gerade die Blitzköpfe auf die Stative geschraubt, als es unnormal zu regnen begann. Das ging ja mal gar nicht. Wir lernen daraus: nur weil eben mal die Sonne scheint, braucht das Wetter in fünf Minuten nicht beständig bleiben.

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Die Location kannten wir noch von vor zwei Wochen, aber wie zur Hölle leuchtet man denn einen schicken Audi vernünftig aus? Da fehlte uns freilich die Erfahrung: mit der 150er Softbox ging’s schon mal gar nicht, die spiegelte sich als weiße Fläche auf der Motorhaube, wo auch immer wir sie hinstellten, der Beauty Dish ließ sich zwar im Türschanier verstecken, aber ob das nun die perfekte Ausleuchtung war… naja.

Prävention

Samstag, 18. Juli 2009

So ganz gefiel mir das Ergebnis der Gravis-Werkstatt nicht: meine Festplatte ist zwar eindeutig kaputt, aber nicht kaputt genug, um repariert zu werden.

Ich suchte für eine zweite Meinung noch mal den m-store in Kiel auf. Der Laden ist erheblich cooler, das Personal gleich mit Du am Start und überhaupt habe ich mein Notebook dort gekauft, also sollen sie’s auch gefälligst reparieren. Der Laden fackelte auch gar nicht lange: nachdem man mein Notebook in einer ruhigen Ecke abgehört hatte, wollte man mich wegen drohenden Datenverlustes gar nicht mehr nach Hause lassen. Eine Woche gab der Techniker meiner Festplatte noch, danach sein Schluss.

Passt ja perfekt: in einer Woche fahre ich für ein paar Tage nach Wacken, da kann das Notebook in der Werkstatt mal überholt werden. Bis dahin fertige ich fleißig Backups an — Time Machine sei dank!

Nur nach Anmeldung

Samstag, 18. Juli 2009

Meine MacBook-Pro-Festplatte macht seit einiger Zeit doofe Geräusche. Alle paar Sekunden klackert es etwas lauter, alle paar Minuten richtig laut, als wenn eine Murmel im Gehäuse umherrollt.

Und wenn ich schon in Hamburg bin, dann will ich wissen was Gravis, dieser lustige Laden, dazu sagt. Erstmal das lustigste: bevor da jemand aus der Werkstatt mit dem Kunden spricht, muss der sich an einem blaugrünen iMac registrieren. Naja, was soll’s. Ist ja wie Karte ziehen und warten. Personenbezogene Daten werde ich ja nicht los.

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Das Ergebnis war den Aufwand allerdings kaum wert: Festplatten werden nur getauscht, wenn sie kaputt sind. Dass das ja irgendwie sinnlos ist, weil ich dadurch Verdienstausfall und ähnlichen Mist verbuchen muss, den Reparaturtermin nicht dorthin legen kann, wo er mich nicht stört, interessiert keinen. Die Festplatte ist zwar kaputt, aber nicht kaputt genug.

Vollgeklebt

Donnerstag, 16. Juli 2009

Eine Seite, die ich seit fünf Jahren betreue, hat neue Sponsoren gefunden. Und zwar in Massen.

Das ist so, weil jeder als Sponsor gilt, sobald mehr als fünf Euro gestiftet werden. So passierte es, dass ich auf der Seite der Sponsoren bald nicht mehr fünf Logos, sondern zwanzig unterbringen musste. Die Logos bekam ich per Mail weitergeleitet. Mal war es ein eingescannter Flyer, mal ein WordArt-Bild, mal eine Textdatei — es oblag mir, daraus ein Logo zu basteln, ein passendes, obwohl das vertraglich gar nicht mehr vereinbart war. Ich bin halt nett.

Bloß was tun, wenn zwei Logos bereits halbwegs brauchbar ankommen, das eine aber fünfmal so breit ist wie das andere, allerdings nur halb so hoch? Ich machte mir ein paar Minuten Gedanken und schob die Logos einfach auf die Seite: das war mein Job, mehr war daran nicht zu machen und schon gar nicht in stundenlanger, unbezahlter Arbeit.

Irgendwann, es waren inzwischen fünfunddreißig Sponsoren, wollte man die ganze Sache attraktiver gestalten, so in etwa: wenn der einzelne Sponsor schon in der bunten, unscharfen Masse der Logos untergeht, dann sollen sie wenigstens auf der Startseite stehen.

Ein Glück, dass ich solche Seiten nicht mehr betreuen muss.