Durchgefallen

Nachdem ich lange nichts von den beiden Fachhochschulen meiner Wahl gehört hatte, geht’s jetzt richtig los: die Fachhochschule Kiel hat mir nach über einem Monat endlich eine Absage geschickt und die Fachhochschule Wedel lädt mich zu einem Brückenkurs Mathematik ein.

Das mit Kiel, das ist zwar irgendwie schade, war aber auch nicht anders zu erwarten. Für 70 Studienplätze lagen 750 Bewerbungen vor und ich blicke nicht durch, ob man nun meine Wartezeit berücksichtigt hat oder nicht, aber ich bin mit meinem Abiturdurschnitt von 2,1 nach Leistung auf Platz 91 und nach Wartezeit auf 245. Beides nicht so der Hit.

Die Fachhochschule Wedel freut sich noch immer über mich. Weil erfahrungsgemäß Studienanfänger mit relativ unterschiedlichen Mathematikkenntnissen aufschlagen, lädt man mich zu einem Brückenkurs Mathematik ein. Der Inhalt der vier Tage Nachhilfe sieht eigentlich ganz okay aus, bloß brauche ich meine Wohnung jetzt schon Ende September. Oder ich schlafe im Auto. Vier Mal hin und zurück würden mich sonst rund hundert Euro kosten, das ist für Mathenachhilfe ein wenig viel.

Vorsicht, Gefahr

Bei „Achtung Kontrolle!“ vom 18. August wird einem recht alkoholisierten Autofahrer Blut abgenommen. Er hat mit über zwei Promille einen Linienbus gerammt und, naja, so aufregend ist das alles auch nicht mehr — das haben wir im Fernsehen schon tausendmal gesehen.

EyeTVSnapshot[5]

Aber dann wurde die Sache doch noch aufregend, zumindest so aufregend, dass man bei Kabel1 kurzerhand zum Nebel griff:

EyeTVSnapshot[6]

Das wird langsam ziemlich affig und ich frage mich, ja, ob es denn dafür wirklich stichhaltige Gründe gibt. Kurz darauf war auch nicht mehr genug Nebel im Lager, um Gesicht und Spritze gleichzeitig zu zensieren.

EyeTVSnapshot[7]

Linktipps

Vom Falten und Fotografieren und fast allem

Ich habe heute mein Programmheft des Rendsburger Herbst aus der Zeitung geschüttelt. Was soll man sagen: es ist halt ein Programmheft, die Funktion erfüllt es.

Aber zum Mitnehmen ist das riesige Teil ungeeignet, weil es nach drei Mal falten noch immer nicht in die Hosentasche passt. Und zum Werben ist das Teil ungeeignet, weil da jemand zwar viel Wert auf Gestaltung gelegt hat, aber ohne jedes Talent mit seiner Kamera losmarschiert ist — und das sieht man den Fotos an, die da zwischen den Bandportraits das Heft schmücken. Von Spannung, Spaß, einem Stadtfest keine Spur, stattdessen langweilige Fotos von einem Jahrmarktkarussell ohne Beleuchtung, Besucher und gutes Wetter, vom Bacardi-Stand, an dem zur gleichen Zeit ebenso wenig los ist — man könnte glatt meinen, die vier Tage Ende August seien verdammt öde, wären da nicht hin und wieder noch ein paar Schnappschüsse mit Menschen drauf. Aber für einen Werbeprospekt alles ungeeignet.

Noch schlimmer ist dieses Jahr die Webseite des Stadtfestes. Obwohl, schlimm war sie schon letztes Jahr, aber letztes Jahr gab’s immerhin noch einigermaßen interessanten Inhalt. Das Programm auf dem iPhone zu lesen war zwar schon damals eine Qual, ist aber dieses Jahr dank Flash-Browser unmöglich, außer man lädt sich das riesige PDF herunter. Aber außer dem Programm und einer Hotline gibt es dieser Jahr — nichts. Keine Fotos, keine Hintergründe, keine Geschichte, nein, nicht einmal das Grußwort des Bürgermeisters hat es ins Netz geschafft, geschweigedenn aktuelle Informationen, nichts, das es rechtfertigen könnte, die Seite noch ein zweites Mal anzusurfen.

„Herzlich Willkommen!“, steht da auf der Startseite und darunter acht orangefarbene Begriffe:

27. – 30. August
4 Tage
8 Bühnen
90 Musik-Acts
100 x Mitmachspass für Kinder
Spiel Sport Spass
Jahrmarkt
Verkaufsoffener Sonntag

Wer auch immer die Seite gebaut hat, er hat sich keine Mühe gegeben. Man hätte auch einen kleinen Fließtext über den Rendsburger Herbst schreiben können, aber stattdessen hat man sich entschlossen, dem Besucher einfach ein paar Begriffe um die Ohren zu schlagen und die sind dann auch noch so sinnlos wie „4 Tage“, was sich jeder selbst hätte ausrechnen können, oder „Spiel Sport Spaß“.

Immerhin hat man sich überlegt, was man denn in den Footer schreiben könnte. Genützt hat es wenig:

Stadtseegelände-Arsenal : Paradeplatz : Hans-Heinrich-Beisenkötter Platz : Altstädter Markt : Schiffbrückenplatz
Brückenvorplatz Obereider : Obereiderhafen : Eiland : Events auf dem Wasser