Archiv für Juli 2009

Magnus Becker ist doch ein Troll

Mittwoch, 29. Juli 2009

Das ist der ultimative Beweis:

Wären doch bloß alle PolitikerInnen der Grünen ( #Gruene ) so kompetent und couragiert wie Güldner! ( @gruene_jugend , @GrueneBundestag ) !

Wer so schreibt, kann keine verschobene Weltsicht im Kopf stecken haben — wer so schreibt, der will trollen.

Die geilste Party das Sommers…

Dienstag, 28. Juli 2009

… und ich war mittendrin. Leider unser Haus auch.

Es fing schon mit einem richtigen Kracher an: wir bauten gerade auf der Terasse unseren Kram auf, als pünktlich um acht Uhr der zeitgesteuerte Rolladen an der Terrassentür herunterfuhr. Fünf Leute standen mit offenen Mund drumherum und bestaunten die moderne Technik, aber niemand dachte daran, mal noch schnell hineinzuhechten und das Ding auszustellen. Und so war die Tür verschlossen, der Schlüssel innen drin und wir alle draußen.

Letztes Jahr hatte ich bei einer ähnlichen Gelegenheit mit deutlich weniger Publikum den Schlüsseldienst gerufen, der sich anderthalb Stunden lang mit unserer doppelt gefalzten Haustür abmühte, bis er seinen Draht richtig hingebogen hatte. Und gerade letzte Woche schlummerte ich abends im Garten, bis mich der Lärm des Rolladens weckte und ich wie James Bond mit einem Hechtsprung unter dem Rolladen hindurchsprang.

Nun denn, die Tür war zu und der Schlüssel drinnen. Der Rolladen der Terrassentür und der des benachbarten Fenster laufen durch eine gemeinsame Schiene, die etwa fünf Zentimeter vom Fenster entfernt ist und weil der Fenster-Rolladen noch nicht geschlossen war, versuchten wir mit einem Draht den Schlüssel vom Tisch zu angeln. Dummerweise waren wir nicht schnell genug und mussten das Experiment abbrechen, als sich der zweite Rolladen schloss.

Der Schlüsseldienst, der bald Feierabend machen wollte, fackelte gar nicht lange, während wir im Carport warteten und in den Regen hinaussahen. Er fertigte einen zweiten Schlüssel anhand der abgespeicherten Schlüsselnummer an, schließlich hatte er uns das Schloss damals eingebaut, schloss die Haustür auf und berechnete mir dafür immerhin 105 Euro — das nennt man dann wohl Lehrgeld.

Die Tür war offen und die Party verlief wie eine gewöhnliche Feier, nichts, was irgendwie dem Prädikat „geilste Party des Sommers“ gerecht würde. Der Teppich saugte sich mit umgeworfenen Getränken voll, man redete dummes Zeug, spielte blöde Spiele — das übliche eben. Dann verschwanden einige auf die Straße, bauten dort Baustrahler auf und spielten irgendein dummes Spiel, pinkelten danach von Mülltonnen herunter, zerschmissen Flaschen am Bordstein und wateten im Fischteich umher.

Der Spaß, der begann eigentlich erst sehr viel später. Irgendwann ging ich wieder in den Garten und fand dort meine Baustrahler den Garten erleuchtend, während sich dort eine Art von Fight Club eingefunden hatte. Niemand spricht über den Fight Club, klar, aber da liefen Männer mit nacktem Oberkörper und zerrissener Kleidung herum und prügelten sich bloß zum Spaß. Obwohl, wenn man so dermaßen die Lampen anhat, dann gibt’s zwischen Spaß und Ernst auch nicht mehr sehr viel. Ich mag gar nicht daran denken, wie das aus dem Nachbarsfenster ausgesehen haben mag: da stehen ein paar Leute im hell erleuchteten Garten mit freiem Oberkörper und verprügeln sich.

Die nächsten zwölf Stunden räumte ich auf und brachte die Welt wieder in Ordnung. Das war keine vernünftige Party, es ging weder Geschirr zu Bruch noch kotzte jemand in die Ecke. Stattdessen spülte ich mit einem Wasserschlauch Toilettenpapier vom Dach und pulte mit Gummihandschuhen eine Papierrolle aus der Toilette, steckte die Tasten S, E und X wieder in meine Tastatur und legte das Telefon, das in den letzten Stunden eine Berliner Nummer angerufen hatte, wieder in die Schale. Ich sammelte weggeworfenene Bierflaschen aus dem Nachbarsgarten und saugte geschätzte fünf Kilo Essensreste vom Boden auf, reinigte die Küche und entfernte Flecken aus dem Teppichboden.

Ein Fleck, der wollte nicht weg, der bleibt wohl noch eine ganze Zeit. Ich habe versucht, ihm mit richtig aggressiven Fleckentfernern zu Leibe zu rücken, aber das hat in wenig beeindruckt. Hilft garantiert, versprach eine Tube, aber der Fleck, der hatte es wohl nicht gelesen.

Ebenfalls nicht überlebt haben die beiden Schutzgläser, die im Garten die beiden Kellerfenster abdecken, auf dass kein Wasser hineinläuft. Vermutlich ist ein Betrunkener beim Herumlatschen darübergetorkelt. Die Armlehnen haben einige Kratzer. Meine Kamera ist schon wieder hinüber, irgendjemand hat wohl das Objektiv abgeschraubt und den Finger reingesteckt, jedenfalls klappt der Spiegel nicht mehr hoch.

Ach ja, und irgendjemand hat versucht, ein paar Schrauben aus dem Sonnenschirm herauszudrehen, sich dann aber doch zu dumm angestellt. Und irgendjemand hat den Finger in meine Kamera gehalten und dann den Auslöser gedrückt. Der Spiegel fand das jetzt nicht so pralle. Aber sogar das habe ich wieder hinbekommen. Und es fehlen verdächtig viele Flaschen Alkohol in der Minibar. Und irgendwie ist auch keine Tiefkühlkost mehr im Haus.

Ein Glück, dass die geilste Party des Sommers nur ein mal im Jahr gefeiert wird.

Klarmachen zum Ändern

Dienstag, 28. Juli 2009

Ich kann schon verstehen, dass die Presse uns komisch findet. Da sitzen diese Leute aus dem Internet mit ihren Notebooks und wollen Politik machen. Und dann singen sie auch noch Piraten-Lieder. Und von dem Kram, den sie fordern, diese Piraten, von dem haben manche Journalisten noch nie etwas gehört.

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Vielleicht klappt es ja trotzdem mit dem Landtag. Und mein Foto von den Kandidaten, ja, es war schon spät und wir hatten glatt zehn Stunden Diskussion hinter uns, das hat es glatt auf die Homepage des Schleswig-Holsteinischen Landesverbandes geschafft.

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Naja, okay, das war jetzt nicht so die Überraschung.

Prügelpolizei

Montag, 27. Juli 2009

Habe ich das richtig verstanden — Beweismittel dürfen jetzt auch auf illegale Art geerntet werden? Das heißt, wenn ein Polizist einfach mal aus Spaß bei mir einbricht und meinen Computer durchsucht und dort ein illegales Programm auffindet, dann ist das alles so in Ordnung?

Lesetipps

Montag, 27. Juli 2009

Würden Wahlen etwas ändern, wären sie verboten

Sonntag, 26. Juli 2009

Das ist das Original:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkt

Und weil das damals in Amerika so gut ankam, meinten die Deutschen, hey, das können wir doch auch. Und das ist dabei herausgekommen:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkt

Schade, dass der Deutsche keinen Humor hat. Das Video ist derart misslungen, das nimmt noch beinahe jeder ernst.

Das letzte Mal im Tucholsky

Sonntag, 26. Juli 2009

Ich glaube, ins Tuch, da gehe ich erstmal nicht mehr hinein. Und in die Bergstraße auch nicht. Vielleicht. Mal sehen.

Erstmal das übliche:

Der komische Karaoke-Club gleich neben dem Eingang ist mal wieder dicht. Stattdessen steht dort was von Billard-Center. Das kann ja heiter werden.

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Das Restaurant nebenan ist auch dicht. Vermutlich aus hygenischen Gründen. Aber lecker war es da trotzdem. Auch wenn der Belag im Burger bestimmt auch selber irgendwo getanzt hätte.

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Und die Tanzflächen waren wieder etwas, naja, leer.

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Und dann ging der Ärger richtig los: vor dem Parkplatz hinter dem Tucholsky gibt es ja diese seltsamen Schranken. Früher standen die Schranken nachts immer offen, dann waren sie eine Zeit lang geschlossen und seitdem hin und wieder offen und geschlossen. Ich weiß nicht, welchem System die Schrankenanlage gehorcht, aber wir machten uns seitdem einen Witz daraus, während der Fahrt die Stellung der Schranken zu erraten und sie anschließend zu fotografieren.

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Und das mit dem Fotografieren ist ganz schön kompliziert mit so einer kleinen Kamera, die ich mir damals extra für Besuche in Discotheken, Hochseilgärten und anderen Freizeitaktivitäten zugelegt habe. Deshalb brauchte ich mehrere Versuche, deshalb verwackelte ich und weil ich einmal den Blitz eingesetzt hatte, zog ich mir den Zorn der Türsteher auf mich, die rechts der Schrankenanlage den Eingang zu ihrer Discothek im Tucholsky-Komplex bewachten.

Einer der Türsteher kam alsdann angelaufen und bat mich, die Fotos zu löschen. Seine Bitte bschreibt allerdings eher den formalen Charakter, denn in Wirklichkeit war es mehr ein Befehl und ein unfreundlicher dazu.

Darauf hatte ich keine Lust.

Erstmal war das Foto vollkommen verwackelt, so dass neben der Tür ein schwarzer Schatten zu erkennen war, der nur mittelbare Ähnlichkeit mit einer menschlichen Person hatte. Ich bin mir ohnehin nicht sicher, ob dort es sich bei der schwarzen Fläche wirklich um die Person oder zumindest deren Schatten handelte und nicht um irgendeine schattige Fläche.

Inzwischen war auch sein Kollege herangetreten und inzwischen ging es auch nicht mehr bloß um Foto löschen, sondern um Speicherkarte formatieren. Das wollte ich erst recht nicht, da waren aberdutzende Fotos eines lustigen Abends drauf und die lösche ich doch nicht, weil ein kräftigerer Typ vor mir steht.

Zumal es dazu gar keine Rechtsgrundlage gab. Erstmal ist er auf dem Foto eindeutig nicht zu erkennen und selbst wenn wäre er allenfalls Beiwerk auf diesem Foto gewesen. Mit Recht am eigenen Bild konnte er mich da wenig beeindrucken.

Nun wäre es nicht verkehrt gewesen, mal etwas von seinem Recht abzuweichen, der klügere gibt ja nach, und das Foto einfach zu löschen. Scheiß doch drauf, mach ich noch eins und schon ist die Welt wieder in Ordnung. Dummerweise war das nicht so einfach: nachdem mir meine Digiknipse in den letzten zwei Tage gleich zwei Mal heruntergefallen war, funktionierten einige Bedienknöpfe nicht mehr — ich konnte weder den ISO-Wert anpassen noch Bilder löschen. Das nennt man dann wohl Schicksal.

Jedenfalls traf ich jetzt eine falsche Entscheidung: ich verschwieg die Sache mit dem Knopf, denn ich dachte, das könnte so sehr nach Ausrede klingen, dass mir die beiden Türsteher gleich ohne weitere Diskussion die Fresse polieren. Während mich die beiden übel beschimpften und die Arme verdrehten, konnte ich sie immerhin überreden die Polizei zu rufen.

So ein Blödsinn.

Die kam dann auch nach zehn Minuten und war ungefähr so erfreut über den ganzen Kram wie ich. Nur von der anderen Seite. Erstmal beschwerte sich einer der Polizisten bei mir, dass die Einsatzkosten in Höhe eines ansehnlichen dreistelligen Betrages auf mich zukommen könnten. Dann hörten sie den Türsteher an, nahmen sich meine Kamera und drückten so lange auf der Löschen-Taste herum bis sie endlich funktionierte. Und dann schickten sie den Türsteher weg, verlangten noch meine Personalien und empfahlen mir, die Gegend sofort zu verlassen — normalerweise würden mich die Türsteher in irgendeine dunkle Ecke schleifen und zünftig verprügeln.

Dann verschwanden sie. Ich latschte einmal um das Tucholsky herum, holte meine Mitfahrer ab und sah zu, dass wir nach Hause verschwanden.

Ich war stinksauer.

Und je länger ich darüber nachdenke, desto blöder wird mir das alles.

Klar, die Polizisten haben dafür gesorgt, dass die Situation nicht eskaliert, moralisch war das sicherlich in Ordnung, aber nach einer groben Google-Recherche war das Verhalten in rechtlicher Hinsicht höchst fragwürdig.

Das Internet sagt dazu:

Aufforderung zum Löschen von Photos oder Filmen?
Egal, auf welchem Weg Photo- oder Filmaufnahmen zustanden gekommen sind: Grundsätzlich gibt es keine Rechtsgrundlage, nach der bereits gemachte Photo- und Filmaufnahmen wieder gelöscht werden müssten. Wird unter Zwang oder Gewaltandrohung eine Herausgabe von Photo- oder Filmapparaten gefordert, so ist dies ein räuberischer Diebstahl gemäß §252 StGB. Werden existierende Aufnahmen gegen den Willen des Photographen gelöscht, so liegt bei herkömmlichen Filmen eine Sachbeschädigung gemäß §303 StGB vor, bei digitalen Speichermedien eine rechtswidrige Datenveränderung gemäß §303a StGB. Bereits der Versuch ist strafbar. Eine Beschlagnahme von Gegenständen (also z.B. Photo- oder Filmapparaten) ist nur durch die Staatsgewalt (Polizei) zulässig. Dabei muß die rechtliche Grundlage der Beschlagnahme genannt und eine Quittung/Protokoll ausgehändigt werden. Das Beschädigen von Gegenständen, Löschen von Daten oder die unvollständige Rückgabe beschlagnahmter Sachen ist auch für die Polizei nicht zulässig, es bedarf eines rechtskräftigen Urteils durch ein ordentliches Gericht.

Aha, das Löschen von Daten ist ohne richterliches Urteil eine rechtswidrige Datenveränderung und darf wenn überhaupt bloß nach richterlichen Urteil erfolgen. Dass sich ein Polizist so einfach meine Kamera schnappt und Fotos löscht, scheint also durchaus nichts rechtens zu sein.

Auch das Recht am eigenen Bild scheint mit der ganzen Sache wenig zu tun zu haben, abgesehen davon, dass auf dem Bild ja niemand abgebildet war:

Das „Recht am eigenen Bild“ ist lediglich eine Einschränkung der Veröffentlichung von Aufnahmen. Das Photographieren und Filmen als solches ist dadurch nicht eingeschränkt. Es ist frei zulässig, Photo- und Filmaufnahmen einzelner Personen auch ohne deren Einwilligung zu erstellen und zu besitzen, lediglich zur Veröffentlichung braucht man die Genehmigung der Betroffenen.

Davon wussten wohl weder Polizisten noch Türsteher.

Und dass ich den Einsatz mit einer höheren dreistelligen Summe bezahlen soll, scheint mir ebenso seltsam. Ich bin gespannt, ob da noch was kommt und wenn, dann werde ich selbstverständlich dagegen vorgehen. Man stelle sich vor, ich drehte jemandem eine lange Nase, der ruft daraufhin die Polizei, obwohl das ganze noch gar nicht als Beleidigung durchgehen dürfte und die Polizisten erklären mir daraufhin, ich müsste die Einsatzkosten tragen. Das ist lustig: dann ruft man bei irgendwelchen blödsinnigen Vorfällen die Polizei und beschuldigt jemanden ohne rechtliche Grundlage, der wird die Einsatzkosten schon zahlen müssen, obwohl er im Recht war, obwohl er bloß auf sein Recht bestand. Denn: soweit ich das erkennen kann, hatte ich weder den Türsteher in seinen Rechten verletzt — er war ja schließlich gar nicht auf dem Foto drauf — noch könnte ich für den Einsatz zu belangen sein. Hoffentlich soll ich dem Typen, der mir nachts in der Innenstadt eine Tracht Prügel androht, nicht auch einfach meine Brieftasche geben anstatt die Polizei zu beschäftigen.

Das ist zwar in dieser Situation jetzt mehr oder weniger dumm abgelaufen, nur: was ist, wenn die Polizei häufiger auf diese Weise ihre Kompetenzen überschreitet? Auf Volksfesten wie dem Rendsburger Herbst oder der Kieler Woche gibt es oft genug grölende Besucher, die irgendwelche Fotos gelöscht haben wollen. In der Regel handelt es sich um Weitwinkelaufnahmen von belebten Plätzen, auf denen gut und gerne mehrere hundert Menschen versammelt sind. Und dann kommt die Polizei und entschärft die Lage, indem sie mir die entsprechenden Fotos löscht oder gleich die ganze Speicherkarte formatiert? Übrigens: Foto löschen ist in dem Zusammenhang wie beschrieben mehr als ärgerlich — Speicherkarte formatieren wäre sogar geschäftsschädigend, kämen mir unter Umständen mehrere hundert Fotos abhanden.

Ich hätte gute Lust, wegen dieser Situation noch mal bei der Polizei vorzusprechen. Egal, ob ich im Recht bin oder nicht, das Ergebnis würde mich brennend interessieren.

Aber ins Tucholsky, da gehe ich erstmal nicht mehr hin.

Google…

Freitag, 24. Juli 2009

… schau doch mal bitte kurz bei der Stadtranderholung Heidberg vorbei, damit die endlich mal im Index auftauchen.

Rollendes Zuhause

Freitag, 24. Juli 2009

Früher, als ich noch jung war, da haben wir uns in den Sommerferien immer für vier Wochen ein Wohnmobil gemietet. Unsere bevorzugten Ziele waren Südfrankreich, Italien und Schweden. Zwei Mal sind wir auch durch Deutschland getourt, aber in Deutschland, da fehlt irgendwie der geheimnisvolle Flair des Fremden.

Meine erste Handlung im gemieteten Wohnmobil: die Bordtoilette einweihen. Und dann: alle Schränke und Knöpfe untersuchen. Toll war immer, wenn man durch eine Luke im hinteren Teil in die Garage klettern konnte oder der Bordcomputer tolle geheimnisvolle Funktionen beherrschte.

In diesem Sommer bin ich mal wieder zu alt fürs Verreisen, obwohl das eigentlich gar keine schlechte Idee gewesen wäre, aber ich habe es mir nicht nehmen lassen, meine Eltern zur Wohnmobilvermietung zu fahren. Dort angekommen: einsteigen, Knöpfe drücken, Garage begutachten.

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Weil ich inzwischen volljährig und im Besitz eines Führerscheines bin, kletterte ich auch auf den Fahrersitz. Man muss ja zeigen wer man ist. Aber verflucht, was war der Sitz hoch eingestellt! Ich schob mein linkes Bein unter dem Steuerrad längs und drückte aus Versehen die Kupplung. Und niemand hatte die Handbremse angezogen! Bis ich begriffen hatte, dass der ganze Kram rollt, stand ich immerhin schon einen halben Meter näher am Zaun.

Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Kurz vorher hatte der Vermieter unter dem Auto gelegen, um das Ablassen des Abwassers zu erklären…

Hangover

Freitag, 24. Juli 2009

Die Vorschau zu Hangover versprach ja durchaus einen lustigen Film. So lustig, dass ich sogar alleine ins Kino marschierte, um mir den Spaß anzusehen, denn alle anderen, die wollten irgendwie nicht.

Da fährt also ein Junggeselle mit seinen Kumpels nach Las Vegas, um kurz vor der Hochzeit noch mal richtig einen draufzumachen. Sie behacken sich allerordentlichst, geraten dabei allerordentlichst in Schwierigkeiten — und können sich am nächsten morgen allerordentlichst an nichts erinnern.

Was mir gleich zu Anfang missfiel, war die seltsame Kameraführung. Der Bildaufbau gefiel mir nicht so recht, abgeschnittene Arme und seltsame Einstellungen passten nicht zur Handlung. Das tat der Story jedoch keinen Abbruch: eine absolut lustige Komödie. Davon darf es gerne mehr geben.