Archiv für April 2009

Wiederherstellung

Donnerstag, 30. April 2009

Bei der ganzen Scheiß Aktion von wegen Windows XP per Boot Camp installieren ist mein Backup kaputt gegangen. Ich hatte mir vorher alle materiell und ideell wichtigen Daten auf eine andere Festplatte gezogen — nur bei meinen ICQ-Logdateien fehlte so gut wie alles.

Das ist, gelinde gesagt, ziemlich scheiße. Manch einer wird das nicht verstehen, denn schließlich speichert niemand Logdateien außer mir, aber ich hänge irgendwie daran. Für mich ist es wichtig, noch in drei Jahren nachlesen zu können, was ich heute mit anderen besprochen habe. Zusammen mit meinen vielen Fotos ist das ein sehr schöner Erinnerungsschatz.

Und er ist mir verdammt wichtig. Und das ist das Problem.

Gut, die Logs von Januar 2005, als ich mein erstes Apple iBook gekam, bis zum 7. Februar 2009, als Time Machine das letzte Backup meines alten MacBook Pros zog, die habe ich ganz einfach wieder hergestellt. Dann ging ich mit Data Rescue II bei, um den Rest irgendwie wiederzufinden, aber nur mit mäßigem Erfolg. Ich habe vom 7. Februar bis 15. April ungefähr 20 Prozent aller Logs wiederherstellen können, einige waren sowieso im ursprünglichen Backup enthalten. Einen Großteil der Logs bis zum 27. März werde ich ebenfalls auf dem alten Ersatz-Mac wiederherstellen können, also fehlen im Endeffekt bloß knappe zwei Wochen, in denen ich ohnehin nicht oft online war.

Ich werde es verschmerzen können. Schließlich sind mir auch schon mal Fotos, Mails und abertausende Weblog-Einträge abhanden gekommen.

Was mich an der ganzen Sache am meisten ärgert: ich hatte sicherheitshalber eine Kopie der Logs auf meinem Server gesichert — und kurz bevor ich das Dilemma bemerkte, noch rasch gelöscht. Aber auf ext3-Systemen Daten wiederherstellen, das ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Piraten!

Donnerstag, 30. April 2009

Die Piratenpartei ist bei waehlr angenehm stark vertreten. Lustigerweise dreht sich dort momentan alles um Internetzensur.

Neueröffnung???

Donnerstag, 30. April 2009

Wenn man sowas liest, weiß man schon, wo man heute Abend nicht hingeht. Wenn ich das schon sehe, Neueröffnung, im Tucholsky, oh scheiße.

Was es alles gibt

Dienstag, 28. April 2009

Petition: Kinder- und Jugendhilfe – Kinderpornografie im Internet vom 17.03.2009

Immerhin werden die Unterzeichner im dazugehörigen Forum verbal behandelt.

„Dein Schlüssel scheint gültig zu sein“

Dienstag, 28. April 2009

Wie süß. Das ist bestimmt eine fehlgeschlagene Übersetzung:

cod

Das Problem der Piratenpartei

Dienstag, 28. April 2009

Die Piratenpartei, momentan leider das Allheilmittel vor allem gegen Internetzensur, hat ein Problem: nämlich kein Profil. Klar, es gibt mehr aus ausreichend fähige Kompetenz, die Probleme des digitalen Zeitalters anzugehen, aber die breite Wählerschicht erreicht man nicht mit einem Ja zur Privatkopie und zum Datenschutz. Wer kümmert sich um Gesundheitsfragen? Wer kennt sich mit Wirtschaft aus? Und mit Internationalen Beziehungen? In die Richtung wurden bisher anscheinend weder Anstrengungen noch Überlegungen unternommen.

Ganz erschreckend stellt das der EU-Profiler dar. Die schwedische Piratenpartei, die einzige im europaweiten Wahl-O-Mat vertretene, hat zu ziemlich allem keine Meinung. 22 Mal spuckt der EU Profiler bei den 28 Positionen der Parteien „Keine Meinung“ aus. Das ist deutlich zu viel, die Piratenpartei kann sich nur zu den wenigsten Themenfeldern eindeutig positionieren.

So wird das wirklich nichts:

pp

Streitgespräch

Dienstag, 28. April 2009

Ich bekomme vom Verlag auch einfach keine Antwort bezüglich meiner Anfrage wegen des einen Fotos, das im Januar einfach so in der Sonntagszeitung veröffentlicht wurde.

Zur Erinnerung: ich war es gewohnt, dass jede weitere Veröffentlichung meiner Fotos noch ein weiteres Mal entlohnt würde. Der Verlag behauptet, das sei Unsinn und Mehrfachveröffentlichungen wären noch nie bezahlt worden, denn schließlich hätte ich mit der Erstveröffentlichung sämtliche Rechte an meinen Fotos abgetreten. Das sehe ich natürlich anders, davon wusste ich noch nicht einmal und deshalb gibt es Stress.

Leider etwas einseitig. Also werde ich heute noch mal persönlich in die Redaktion schauen, was man da so denkt.

„Ich habe nichts mit Kinderpornos, aber…“

Montag, 27. April 2009

Ich hatte gerade mit einem Kunden über das Geld gesprochen, als die Stimmung plötzlich kippte: „Sie kennen sich doch mit dem Internet aus“, druckste er, „verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich habe nichts mit Kinderpornos, aber ich habe die Diskussion auf n-tv verfolgt und habe jetzt Angst, dass ich irgendwann plötzlich das Stopp-Schild sehe und am nächsten Tag die Polizei mein Büro ausräumt… Könnten Sie mir so einen DSL-Server (sic!) einstellen, dass mir das nicht passiert?“

27 Sekunden später war er glücklich.

„Eine Welt ohne Homosexualität ist keine Utopie oder Vision mehr.“

Montag, 27. April 2009

Manche CDU-Anhänger, die haben mit allem, was über den begrenzten Horizont herausgeht, ein ziemliches Problem. Schlimm wird es, wenn man sich solchen Quatsch durchlesen muss:

Die Homosexualität als gesamtgesellschaftliches Problem könnte bald eingedämmt werden. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen therapeutische Ansätze. Die Veränderung von der Homosexualität zu Heterosexualität ist wohl doch möglich, obwohl Schwulen- und Lesbenverbände das Gegenteil erklären.

(…)

Interessant in diesem Zusammenhang sind die Forschungen des Psychoanalytikers Prof. Dr. Benjamin Kaufman. Die erstaunlichen Ergebnisse in seinem Forschungen über die Therapierbarkeit Homosexueller, insbesondere von Lesben, deuten eindeutig darauf hin, daß wir umdenken müssen: es gibt offensichtlich keine “angeborene” Homosexualität. Erst durch bestimmte Lebensumstände erkrankt ein Mensch psychisch an Homosexualität.

(…)

Es tut sich also was. Eine Welt ohne Homosexualität ist keine Utopie oder Vision mehr. Es ist offensichtlich möglich. Nun kommt es darauf an, die Forschungen auf dem Gebiet voranzutreiben. Diese Forschungen müssen frei sein von Ideologie, insbesondere von solcher Ideologie, wie sie von den Schwulen- und Lesbenverbänden betrieben werden.

Twentyfour

Montag, 27. April 2009

Aus dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland:

Artikel 20

  1. Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
  2. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
  3. Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
  4. Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.