Jetzt sollte dieser Server nicht mehr abstürzen und alles funktionieren.
Monthly Archives: März 2009
Verdreht
Auf meinem neuen Mac muss natürlich auch irgendwie ein Internet-Server laufen. Weil ich es leid bin, über die Kommandozeile am Betriebssystem herumzufummeln, denn dann funktioniert irgendwann irgendwas nicht mehr, habe ich es mehr oder weniger elegant gelöst:
Meine gesamten Skripte liegen im Ordner /Users/malte/Sites/, über Parallels läuft Debian Lenny auf einer virtuellen Maschine und dessen Apache2 greift auf die in /mnt eingehängte Festplatte von Mac OS X auf /Users/malte/Sites/ zu. Über Parallels’ Shared Networking kann ich jetzt über http://10.36.64.251/ auf meine Software zugreifen. Damit Linux meine Mac-Dateien sehen kann, müssen die Parallels Tools installiert sein, danach lassen sich verschiedene Datenträger automatisch einhängen.
Kompliziert, oder? Aber auf diese Weise kann ich am Server herumspielen und machen und installieren, ohne dass mich eines Morgens Mac OS X stresst, weil irgendwas kaputt ist. Und falls der Server mal kaputt ist, sind meine Dateien trotzdem in Sicherheit.
Geschlagen
„Schlag gegen Internet-Aktivisten“, na gut, so kann man das betiteln, denn eine gewisse psychische Gewalt war ja durchaus mit im Spiel. Und dann steht da:
Die Dresdner Staatsanwaltschaft beteuert, nicht einmal gewusst zu haben, was Wikileaks ist.
Vermutlich möchte sich die Staatsanwaltschaft schon mal etwas herausreden, falls da wirklich was schiefgegangen sein sollte, aber die Ausrede zeigt auch auf, wie unvorbereitet die Beamten die ganze Sache angingen. Die Staatsanwaltschaft wird sicher nicht nur ein paar mutmaßliche Adressen von Kinderpornografie auf einer Wikileaks-Seite gefunden haben, sondern durchaus gewusst haben, dass es sich dabei um eine Liste im Ausland gesperrter Seiten handelt — falls nicht, sollte die Dresdner Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungsmethoden überdenken: was sie da vor sich haben, steht schließlich in der Einleitung der Seiten.
Andersherum: wenn eine Staatsanwaltschaft Wikileaks nicht kennt, sollte sie ihre Kompetenzen im Internet grundlegend überdenken.
Ein gelungener Abend
Wir fahren irgendwann gegen 23 Uhr los. Die anderen haben vorgeglüht, ich habe aufgeräumt, man muss halt Prioritäten setzen. Wen ich alles mitnehmen soll, im K7 ist Abi-Party der Eckernförder Schulen, das weiß ich noch immer nicht, ein Kumpel hat das alles geregelt, er ist sozusagen mein Manager.
Bisher alles nicht so spannend, die Minderjährigen haben ihre Muttizettel dabei, wollen aber trotzdem irgendwie den Türsteher bescheißen, kommen aber ohne Probleme rein und ich begreif das erstmal nicht. Ich schiebe mir auf der Toilette erstmal Gehörschutz rein, ja, ich bin uncool, trete aus der Tür und stehe in einer Gruppe kreischender Mädchen, die sich versehentlich in die falschen Räumlichkeiten verlaufen hatten.
Naja. Zwei Stunden abzappeln, dann wurd’s endlich spannend. Die heutige Nacht war ja dank Zeitverschiebung etwas kürzer.
Ein Kumpel bedeutet mir, irgendwie mit herauszukommen und zu viert besehen wir uns eine junge Dame, die draußen steht und ziemlich aufgelöst ist. Was los ist, begreife ich nicht, aber da war doch wieder Alkohol im Spiel?! Ich soll sie nach Hause fahren, dann doch nicht, sie will in die Disco in irgendjemanden abschleppen. Wir gehen rein, sie trifft ihren Macker wieder, alles ist in Ordnung, dann schmeißt sie sich ein kleines bisschen an einen Kumpel dran.
Andere sind noch schlechter drauf, schlafen ihren Rausch beinahe auf dem Boden aus. Ich soll drei Leute nach Hause fahren, einer normal, einer will noch in eine andere Disco, ein dritter hat sich fast an die Bewusstlosigkeit gesoffen.
Dann fahre ich wieder nach Eckernförde, eine höchst seltsame Strecke, durch irgendwelche unbeleuchteten Dörfer und über verschlungene Landstraßen, auf denen man nur in der Mitte fahren kann, weil es links und rechts direkt in die Bankette geht.
Und wieder zurück in der Disco fahre ich an dunklen Gestalten vorbei, die sich gerade prügeln und ich werde angerufen, wo ich denn stecke und ich sage, ich bin sofort da und irgendwie werde ich zurück gelotst, zu den dunklen Gestalten, die sich gerade um ein Mädchen geschlagen haben oder so, so ganz habe ich das nicht verstanden an diesem normalen Abend als einzig nüchterner.
Wir fahren wieder zurück, in die Disco, in der ich schon den einen Steifling abgeladen habe, der uns am Eingang geradewegs entgegenstürzt, so voll ist er inzwischen. Ich gehe zur Toilette, werde von jemandem dumm angelabert, der wiederum von einem anderen angelabert wird, er soll die Tür nicht aufhalten, sonst stinkt’s ja im ganzen Laden und als er nicht sofort kapiert, poliert ihm der eine erstmal die Fresse, sonst wird das heute Abend nichts mehr mit der Tür und dem Gestank.
Jedenfalls war er dank der Zeitverschiebung eine Stunde kürzer als sonst. Das hat uns vieles erspart.
