Wie lustig. Auf ProSieben hat sich eine 17-Jährige die Brüste machen lassen. Sie hatte bisher 70A, denn mit 13 Jahren stoppte das Wachstum plötzlich. 70A ist ein bisschen wenig und nach langen hin und her gab’s endlich eine Operation, denn die psychischen Probleme waren verständlicherweise nicht ohne. Noch etwas benebelt von der Narkose betastete die junge Frau ihr neues Glück und listete in wenigen Minuten alle Bezeichnungen auf, die früher nicht auf ihre Oberweite gepasst hätten.
Archiv für März 2009
„Boah, ich hab Titten, Mama!“
Dienstag, 31. März 2009Keine Chance
Dienstag, 31. März 2009Die DAK hat sich schnell mit unserem Anliegen befasst und mich eben telefonisch über das Ergebnis in Kenntnis gesetzt, soweit das positive, jetzt der Rest: der Kram wird nicht bezahlt, weil ich nämlich über 18 Jahre alt bin. Für Volljährige gibt’s nunmal keine Zahnkorrektur, außer wenn die Zähne nach einem unverschuldeten Unfall schief stehen; wenn mir jemand in der Disco auf die Fresse haut, könne ich aber immerhin die gegnerische Versicherung belangen. Dass ich in ein paar Jahrzehnten Probleme beim Kauen bekommen könnte, interessiert auch nicht, denn ist momentan noch Spekulation und später persönliches Pech, denn schließlich hätten meine Eltern meine Zähne ja auch früher richten können.
Mal sehen, was die Allianz zu der ganzen Sache sagt, aber ich merke schon, dass ich’s selber zahlen muss. Hätte mich auch sonst alles sehr verwundert.
Der freundliche Schupo
Dienstag, 31. März 2009Eigentlich wollte ich ein paar Fotos auf unserem Jahrmarkt schießen, daraus wird aber nichts, weil der zwar am Montagabend geöffnet hat, die meisten Fahrgeschäfte aber schon abbauen.
Also steige ich in meinen Wagen und fahre rüber nach Dänemark, nach Krusau und will da ein paar Fotos machen. Es hat sich gelohnt, die Stadt ist hübsch, erinnert mich ein bisschen an Amerika, ich sollte öfter herkommen. Ich hatte mein iPhone dabei, aber was hilft mir mein iPhone, wenn ich mich mit meinem Datentarif im Ausland dusselig zahle. Fand mich aber auch so zurecht.
An der Grenze gibt’s Kontrolle, damit niemand den lustigen NATO-Gipfel stört. Als ich nach Dänemark fuhr, war die Autobahn halbwegs gesperrt, man fuhr an einem finster dreinschauenden Polizisten vorbei, der jedem erstmal ins Gesicht leuchtete, dann ging’s weiter. Auf der Rückfahrt das gleiche Spiel, nur in deutsch, man wird mit roter Kelle von der Autobahn gewunken auf den Parkplatz, der früher mal zur Grenzkontrollstation gehörte, die man mit Wegfall der Grenzkontrollen abgerissen hatte, sehr symbolisch.
Der Polizist ist freundlich, will wissen, wo ich herkomme und ob ich Bock auf eine gründlichere Kontrolle hätte, ich antworte, dass es wohl sein müsse, wenn er mich denn schon fragt, aber er fragte nur, weil er kein Bock hat und schickt mich weiter. Seinen Kollegen frage ich, warum der Däne denn auch kontrolliert, aber das weiß niemand so genau, vielleicht einfach, um nicht ganz so dumm dazustehen. Ich fahre weiter auf die Autobahn, vorbei an den Streifenwagen, die nur darauf warten, hinter den ganz klugen herzufahren, die sich der Kontrolle entziehen wollen.
Ich will mal sehen, wie das am nächsten Grenzübergang aussieht, schließlich gibt’s davon ja drei in der Flensburger Gegend. Der nächste ist fünfhundert Meter Luftlinie entfernt, man fährt aber verschlungene fünf Kilometer dorthin und kann noch das Blaulicht von der Kontrolle sehen. Hier steht niemand, die Polizeisperren stehen aufgeräumt an der Seite, das Licht ist ausgeschaltet, wer zur NATO will, der sollte wohl besser nicht direkt über die A7 fahren. So doof müsste man auch erstmal sein, wenn man von den Kontrollen weiß.
Ich werde diese Woche wohl noch einmal nach Dänemark fahren. Mal sehen, wie die Kontrollen um drei Uhr morgens sind — vielleicht darf man dann auch auf der A7 einfach so vorbei, weil wieder keiner Bock hat.
Vertagt
Montag, 30. März 2009Mit der Arbeit wird das heute schon wieder nichts. Mein Vater wollte wie versprochen noch mal die Krankenkassen zu meiner kieferorthopädischen Behandlung befragen und seitdem sieht es eher so aus, als müsste ich mit meinen schiefen Zähnen leben.
Ich bin zwar noch immer etwas aufgeregt und wütend und enttäuscht, versuche aber trotzdem noch mal, das ganze auf die Reihe bekommen. Die Allianz, bei der ich über meinen Vater mitversichert bin, sieht das alles etwas problematisch, weil wir wohl irgendwie nicht den richtigen Tarif gebucht haben oder so. Eine Kopie des Kostenvoranschlages habe ich der Sachbearbeiterin überlassen, in etwa zwei Wochen erfahre ich, was nun Sache ist. Generell dürfte ich allerdings zu alt sein, als dass die Versicherung noch für mich aufkommt — seine Zähne hat man eben als Jugendlicher zu machen.
Noch problematischer wird es, dass ich ja mit Beginn des Studiums wohl in eine gesetzliche Krankenkasse abgeschoben werde, weil ich anscheinend sonst gar nicht mehr aus der privaten herauskomme und mich für den Rest meines Lebens dumm und dusselig zahle. Meine Eltern favorisieren für mich die DAK und die will natürlich von meinen Zähnen erst recht nichts wissen, dazu gleich mehr. Ich könnte aber bei der Allianz eine Zusatzversicherung abschließen, die gut die Hälfte der Kosten übernimmt — das geht allerdings erst, wenn ich nicht mehr bei der Allianz versichert bin. Weil ich aber für die Behandlung eine nicht unerhebliche Anzahlung leisten muss, denn schließlich muss mein Arzt für mich die Schienen bei Invisalign bestellen, bezahle ich nicht wie normal jeden Monat ein bisschen, sondern gut zweitausend Euro vor Beginn der Behandlung und den Rest nicht sehr viel später, nämlich noch vor Beginn meines Studiums und somit noch innerhalb meines privaten Versicherungsschutzes: somit hilft mir der Tarif, mit dem ich die Hälfte erstattet bekäme, ganz und gar nichts.
Die DAK als gesetzliche Krankenkasse stellte ersteinmal fest, dass ich mit zwanzig für eine kieferorthopädische Behandlung längst zu alt sei, gar keine Chance, und eine bestimmte Kostenübernahme nur bei einer schwerwiegenden Zahnfehlstellung möglich sei. Das alles sei aber gar kein Problem, denn: so schlimm ist das bei meinen Zähnen ja gar nicht, das braucht ja gar keine Behandlung.
Das kann ich nun gar nicht leiden, klar klage ich hier auf hohem Niveau, denn optisch gesehen hält sich meine Zahnfehlstellung wirklich in Grenzen und ich könnte bestimmt auch ohne Korrektur leben, aber nachdem mir vier Ärzte unabhängig von einander erklärten, dass ich mit 40 oder 50 Jahren Probleme mit dem Kauen und Schlucken bekäme, finde ich solche Aussagen etwas daneben, besonders, wenn ich vorher den Sachverhalt halbwegs ausführlich darlege. Mein Kiefer ist nämlich zu klein, viel zu klein sogar, und die Zähne werden weiter nach vorne und sich gegenseitig krumm und schief drücken.
Im Endeffekt behielt auch die DAK eine Kopie des Kostenvoranschlages und wird nochmal prüfen, was bezahlt werden kann. Invisalign aber auf keinen Fall, das wusste ich schon vorher, alles andere hätte mich auch gewundert, weil mein Arzt kein Vertragsarzt der DAK ist. Wenn überhaupt bekäme ich eine Zahnspange nach Kassenvariante, und das ist, erklärte man auch ganz unverhohlen, die allerbilligste.
Nun ist es ja relativ leicht zu verstehen, dass ich lieber ein Dreivierteljahr mit einer unsichtbaren Zahnspange umherlaufe als zweieinhalb Jahre mit einer festen (und wahrscheinlich, weil billig, optisch katastrophalen) Klammer. Das ist für mich auch einfach ein Stück Lebensqualität, denn auch wenn ich dem pubertären Alter längst entwachsen bin, so scheint mir die Akzeptanz einer Zahnspange bei Erwachsenen noch immer nicht so ausgeprägt zu sein. Notfalls zahle ich das eben selber.
Und damit ich mir das auch leisten kann, fange ich jetzt gleich mit der Arbeit an.
Arbyte
Montag, 30. März 2009Diese Woche gibt’s mal wieder viel zu tun. Mal sehen, wann ich mal wieder was schreiben kann.
Freitagabend wird auch noch heiß, um 18 Uhr erst zum Schleswiger Fotostammtisch, um 22 Uhr zur Abiparty in Rendsburg, dort feiern und 150 Fotos schießen, danach weiter ins Cheyenne und dann gegen sieben Uhr mit meinen Eltern zum Flughafen Fuhlsbüttel düsen. Inzwischen lässt sich der Flughafen zwar prima mit der Bahn erreichen, aber meine Eltern sind leider nicht so sehr für die Bahn und wollen mit dem Wagen hinfahren, aber nicht auf dem teuren Parkplatz stehen.
Also muss ich die Kiste zurück fahren. Bis dahin kann ich ja noch irgendwo ein Nickerchen halten…
Alles neu
Montag, 30. März 2009Jetzt sollte dieser Server nicht mehr abstürzen und alles funktionieren.
Verdreht
Sonntag, 29. März 2009Auf meinem neuen Mac muss natürlich auch irgendwie ein Internet-Server laufen. Weil ich es leid bin, über die Kommandozeile am Betriebssystem herumzufummeln, denn dann funktioniert irgendwann irgendwas nicht mehr, habe ich es mehr oder weniger elegant gelöst:
Meine gesamten Skripte liegen im Ordner /Users/malte/Sites/, über Parallels läuft Debian Lenny auf einer virtuellen Maschine und dessen Apache2 greift auf die in /mnt eingehängte Festplatte von Mac OS X auf /Users/malte/Sites/ zu. Über Parallels’ Shared Networking kann ich jetzt über http://10.36.64.251/ auf meine Software zugreifen. Damit Linux meine Mac-Dateien sehen kann, müssen die Parallels Tools installiert sein, danach lassen sich verschiedene Datenträger automatisch einhängen.
Kompliziert, oder? Aber auf diese Weise kann ich am Server herumspielen und machen und installieren, ohne dass mich eines Morgens Mac OS X stresst, weil irgendwas kaputt ist. Und falls der Server mal kaputt ist, sind meine Dateien trotzdem in Sicherheit.
Geschlagen
Sonntag, 29. März 2009„Schlag gegen Internet-Aktivisten“, na gut, so kann man das betiteln, denn eine gewisse psychische Gewalt war ja durchaus mit im Spiel. Und dann steht da:
Die Dresdner Staatsanwaltschaft beteuert, nicht einmal gewusst zu haben, was Wikileaks ist.
Vermutlich möchte sich die Staatsanwaltschaft schon mal etwas herausreden, falls da wirklich was schiefgegangen sein sollte, aber die Ausrede zeigt auch auf, wie unvorbereitet die Beamten die ganze Sache angingen. Die Staatsanwaltschaft wird sicher nicht nur ein paar mutmaßliche Adressen von Kinderpornografie auf einer Wikileaks-Seite gefunden haben, sondern durchaus gewusst haben, dass es sich dabei um eine Liste im Ausland gesperrter Seiten handelt — falls nicht, sollte die Dresdner Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungsmethoden überdenken: was sie da vor sich haben, steht schließlich in der Einleitung der Seiten.
Andersherum: wenn eine Staatsanwaltschaft Wikileaks nicht kennt, sollte sie ihre Kompetenzen im Internet grundlegend überdenken.
Ein gelungener Abend
Sonntag, 29. März 2009Wir fahren irgendwann gegen 23 Uhr los. Die anderen haben vorgeglüht, ich habe aufgeräumt, man muss halt Prioritäten setzen. Wen ich alles mitnehmen soll, im K7 ist Abi-Party der Eckernförder Schulen, das weiß ich noch immer nicht, ein Kumpel hat das alles geregelt, er ist sozusagen mein Manager.
Bisher alles nicht so spannend, die Minderjährigen haben ihre Muttizettel dabei, wollen aber trotzdem irgendwie den Türsteher bescheißen, kommen aber ohne Probleme rein und ich begreif das erstmal nicht. Ich schiebe mir auf der Toilette erstmal Gehörschutz rein, ja, ich bin uncool, trete aus der Tür und stehe in einer Gruppe kreischender Mädchen, die sich versehentlich in die falschen Räumlichkeiten verlaufen hatten.
Naja. Zwei Stunden abzappeln, dann wurd’s endlich spannend. Die heutige Nacht war ja dank Zeitverschiebung etwas kürzer.
Ein Kumpel bedeutet mir, irgendwie mit herauszukommen und zu viert besehen wir uns eine junge Dame, die draußen steht und ziemlich aufgelöst ist. Was los ist, begreife ich nicht, aber da war doch wieder Alkohol im Spiel?! Ich soll sie nach Hause fahren, dann doch nicht, sie will in die Disco in irgendjemanden abschleppen. Wir gehen rein, sie trifft ihren Macker wieder, alles ist in Ordnung, dann schmeißt sie sich ein kleines bisschen an einen Kumpel dran.
Andere sind noch schlechter drauf, schlafen ihren Rausch beinahe auf dem Boden aus. Ich soll drei Leute nach Hause fahren, einer normal, einer will noch in eine andere Disco, ein dritter hat sich fast an die Bewusstlosigkeit gesoffen.
Dann fahre ich wieder nach Eckernförde, eine höchst seltsame Strecke, durch irgendwelche unbeleuchteten Dörfer und über verschlungene Landstraßen, auf denen man nur in der Mitte fahren kann, weil es links und rechts direkt in die Bankette geht.
Und wieder zurück in der Disco fahre ich an dunklen Gestalten vorbei, die sich gerade prügeln und ich werde angerufen, wo ich denn stecke und ich sage, ich bin sofort da und irgendwie werde ich zurück gelotst, zu den dunklen Gestalten, die sich gerade um ein Mädchen geschlagen haben oder so, so ganz habe ich das nicht verstanden an diesem normalen Abend als einzig nüchterner.
Wir fahren wieder zurück, in die Disco, in der ich schon den einen Steifling abgeladen habe, der uns am Eingang geradewegs entgegenstürzt, so voll ist er inzwischen. Ich gehe zur Toilette, werde von jemandem dumm angelabert, der wiederum von einem anderen angelabert wird, er soll die Tür nicht aufhalten, sonst stinkt’s ja im ganzen Laden und als er nicht sofort kapiert, poliert ihm der eine erstmal die Fresse, sonst wird das heute Abend nichts mehr mit der Tür und dem Gestank.
Jedenfalls war er dank der Zeitverschiebung eine Stunde kürzer als sonst. Das hat uns vieles erspart.
