Archiv für Februar 2009

Antwort

Freitag, 27. Februar 2009

Ich hätte ja nicht mit einer Antwort gerechnet, allerdings schon gar nicht mit so einer langen, in der so wenig drinsteht:

Sehr geehrter Herr Hübner,

vielen Dank für Ihre nachstehende E-Mail.

Im Rahmen eines Spitzengesprächs am 13. Januar 2009 haben sich Minister Schäuble, Ministerin von der Leyen und Minister Glos mit Vertretern der acht großen Internetanbieter in Deutschland auf ein zweistufiges Verfahren geeinigt. Um zügig zu einer Sperrung kinderpornographischer Inhalte im Internet zu gelangen, soll die Sperrung zunächst auf der Grundlage von verbindlichen Vereinbarungen zwischen den Internetanbietern und dem Bundeskriminalamt (BKA) erfolgen, bevor in einem zweiten Schritt – in einem deutlich zeitaufwändigeren Verfahren – eine spezielle gesetzliche Regelung geschaffen wird.

Seit dem 23. Januar 2009 tagt unter der Federführung des Bundesministeriums für Familie Senioren Frauen und Jugend eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern des Bundesinnenministeriums, des Bundeswirtschaftsministeriums, des Bundeskriminalamts, des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik und der acht großen deutschen Internetprovider sowie den Verbänden BITKOM, eco und FSM. Ziel und Auftrag der Arbeitsgruppe ist es zunächst, einen Vertragsentwurf zwischen dem Bundeskriminalamt und den Zugangsprovidern über die Zusammenarbeit bei der Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten im Internet zu erarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag

Das wusste ich auch schon vorher. Meine Frage beantwortet es allerdings nicht.

Abgewiesen

Donnerstag, 26. Februar 2009

Dass ein Zeitungsverlag einen Spamfilter einsetzt, um des Redakteures Zeit nicht mit dem Sortierung von Mails zu verschwenden, ist mehr als legitim und verständlich. Dass jener Filter mehr oder minder willkürlich Mails ablehnt, ist eher fahrlässig.

Beglückwünscht

Dienstag, 24. Februar 2009

Jedes Jahr, etwa sechs Monate vor Beginn des neuen Schuljahres, stellt sich unser Gymnasium den Eltern der potenziell nächsten Fünftklässler vor. Das alles läuft meistens ganz ähnlich ab, die Kinder gehen irgendwo experimentieren und spielen und erleben, während sich die Eltern dröge Vorträge anhören und später noch einen Rundgang durch die möglicherweise zukünftige Schule wagen.

Dieses Jahr gab’s eine aufregende Bildershow. Acht Minuten lang, als Video mit Musik unterlegt. Nach zwei Minuten war die Luft raus und die Bilder waren eh nicht so der Hit, aber uns standen noch sechs Minuten bevor und es war echt nicht so der Hit.

Noch schlimmer war nur, dass mich ungefähr alle Anwesenden für den Urheber hielten und mir gratulierten.

Ausgemistet

Dienstag, 24. Februar 2009

Neuerdings bin ich Mädchen für alles. Ich war in meiner ehemaligen Schule, rein zufällig, und sollte mal eben kopieren helfen. Ganz einfach, mit dem Tastenfeld die richtige Anzahl eingeben, auf den großen grünen Knopf drücken und los geht’s.

So einfach war das leider nicht.

Nach der Hälfte der Kopien fängt das Gerät an zu grummeln und nölt nach ein paar Sekunden herum: „Papierstau. Bitte Frontklappe öffnen.“ Auf der Anzeige illustriert der Apparat auch genau, an welchen Stellen es ihm zwickt. Und wie lustig: man kann alle möglichen Klappen öffnen, wohinter türkise Griffe zum Vorschein kommen. Dreht man dann an so einem Teil, klappt irgendwas auf oder dreht sich oder schiebt sich raus, aber auf jeden Fall kommt ein zerrissenes Blatt Papier zum Vorschein. An die zwölf Stück habe ich da wohl herausoperiert.

So ganz weiß ich das allerdings nicht. Für eine genaue Schätzung hätte ich die Schnipsel noch zusammenlegen müssen.

Angebremst

Dienstag, 24. Februar 2009

Mein Töff war beim TÜV, außerdem musste ja der kaputte Reifen irgendwie erneuert werden. Ruft mich der Meister an, dass der TÜV meine Bremse hinten rechts moniert hat: die bremst nämlich nicht.

Ich fühlte mich ja einige Zeit lang angemessen seltsam, denn mit einem Auto zu fahren, dass nur zu 75 Prozent bremst, dass ist schon irgendwie uncool. Andererseits habe ich von reduzierter Bremswirkung nichts gespürt, so dass ich mir einbilde, es könne so schlimm ja noch nicht gewesen sein. Denn zumindest hätte mein Auto ja leicht nach links ziehen müssen beim Bremsen.

Andererseits bekommt man defekte Bremsen ja nicht mal bei der täglichen Sichtkontrolle der Reifen zu fassen. Von daher muss man wohl oder übel seinem Schicksal entgegenfahren.

Ausgelaufen

Dienstag, 24. Februar 2009

Ich war Blutspenden. Eigentlich ganz easy: als Erstspender eine Tafel Schokolade aussuchen, ein Formular mit möglichen Hinderungsgründen ausfüllen, HB-Wert bestimmen lassen, Blutdruck messen, zwei Gläser trinken, in der Schlange anstellen, irgendwann eine freie Liege finden, anstechen lassen, zehn Minuten laufen lassen, noch ein paar Minuten liegenbleiben, Imbiss, nach Hause gehen.

Gut, es war bei mir nicht ganz so einfach. Die erste Schwester wollte meinen linken Arm anstechen, hatte aber keine linke Liege mehr frei und schickte mich zu ihrer Kollegin, die meinen rechten Arm viel hübscher fand und glücklicherweise auch gerade eine rechte Liege frei hatte. Und sonst? Mir ist nicht schwindelig geworden, ich habe mich bestens geschlagen.

Einem Kumpel von mir, der linksseits von mir lag, dem ging’s nicht ganz so passabel. Er richtete sich auf, verkrampfte für 15 Sekunden, während er wild um sich schlug. Und dann liegt man daneben mit seinem Schlauch im Arm und kann sich nicht so recht in Sicherheit bringen.

Eingekauft

Dienstag, 24. Februar 2009

Eine größere Veranstaltung wollte mich eigentlich als Fotograf buchen. Ich habe seitdem hin und wieder mal nachgefragt, wie es denn damit aussieht, denn niemand wusste so recht bescheid und erfahre bloß noch, dass die schon jemanden gebucht haben. Der hat sogar 50 Euro dafür gezahlt.

Nun weiß ich nicht genau, wie ich das einordnen soll.

Wenn ein Fotograf danach Bilder verkauft und dabei einen Gewinn von über 50 Euro einfährt, ginge die Kalkulation ja irgendwie auf. Bei solchen Veranstaltungen ist ein Sponsoring ja gar nicht mal so unüblich und wenn es nur 50 Euro sind. Wenn es aber der Fotograf ist, von dem ich glaube, dass er es ist, bin ich mehr als nur ein bisschen ärgerlich.

Der hat hier ein kleines Studio in der Stadt, macht Passbilder und verkauft Filme. Gleichzeitig hält er sich aber für den größten Fotografen schlechthin und war auch beim letzten Abiball schon am Start. Seine Fotos sind nur bedingt der Hit, Gesichter überbelichtet und Hintergründe abgesoffen, ganz zu schweigen von den langweiligen Motiven. Das kann man besser machen. Ich bin zwar auch nicht der beste Fotograf vom Platze, aber hin und wieder habe ich auch so meine Momente.

Mal sehen. Wenn ich als Gast jedenfalls meine Kamera mitnehmen darf, werde ich ihm mal zeigen, was gute Fotos sind.

Geklaut

Montag, 23. Februar 2009

Der Begriff des „Klauens“, angewendet auf die Praktiken der verlagseigenen Sonntagszeitung war verkehrt. Der Verlag meint, ihm gehöre das Foto voll und ganz, darum dürfe er auch damit treiben, was er wolle. Er hat es schließlich mit 12,78 Euro bezahlt (ein Hungerlohn, mal so nebenbei!).

Sehe ich etwas anders. Naja. Auf der Homepage der Rendsburger Jugendspiele und Kulturtage hat eine Gestalt names „Webmaster“ ein paar Fotos von mir veröffentlicht. Er hat meinen Namen genannt und damit war die Sache für den Verlag gegessen: ich solle mich freuen, dass da jemand Werbung für mich macht. Die Fotos stammten aus dem Online-Angebot des Verlages und waren dank der Optimierung für den Zeitungsdruck am Computerbildschirm nur bedingt ansehnlich.

Ich habe leider nie rausbekommen, ob die Verwendung vom Verlag gestattet wurde oder nicht, denn man mag sich ja dort nicht weiter damit befassen. Eine Weile überlegte ich, ob ich mich beim Webmaster mal beschweren sollte, aber vermutlich ließe ich mich damit ohnehin nur auf einen kräftezehrenden Rechtsstreit ein. Denn wenn der Verlag meint, es seien seine Fotos, dann kann er damit walten wie er will — ich halte ja angeblich nicht mal das Urheberrecht.

Obwohl es sicher interessant wäre, ob eine solche Argumentation vor Gericht standhält.

Entschwunden

Montag, 23. Februar 2009

Einer meiner Kunden meldet sich nicht mehr. Er wollte mir Mitte Januar noch ein paar Fotos für seine Webseite schicken, tat das nicht und nimmt weder das Telefon an noch antwortet er auf E-Mails. Muss ich wohl mal unangemeldet vorbeifahren.

Den Arbeitsaufwand hatte ich nämlich trotzdem, den will ich auch vergütet haben. Ich kann ihm ja einfach mal auf Gut Glück eine Rechnung schreiben. Vielleicht wacht er auf und bezahlt, vielleicht lässt er es bleiben, dann ist mir der Stress auch zu nervig, denn dummerweise haben wir nichts unterschrieben.

Merken für das nächste Mal? Bei Erstkunden unbedingt was schriftliches mitnehmen und gegebenenfalls erst nach Anzahlung mit der Arbeit beginnen.

Auf der Suche

Sonntag, 22. Februar 2009

Ob Björn wirklich keine neuen Kontakte sucht?