Archiv für Januar 2009

Kollidiert

Freitag, 30. Januar 2009

Bei uns wird wieder ein Rad- und Gehweg umgebaut. Das bedeutet für die Fußgänger die Straßenseite zu wechseln, für die Radfahrer sowieso und meistens sieht das dann so aus, dass die Radfahrer relativ rücksichtslos auf die Straße hüpfen oder alte Opas ihr Fahrrad auf der Fahrbahn herumschieben — der Autofahrer ist ja zum Glück eh immer schuld, wenn doch mal was passiert. Dem verbogenen Fahrrad zu urteilen, dass heute dort herumlag, hat sich wohl einer anfahren lassen. War ja nur eine Frage der Zeit, bis sowas passiert. Gerade, weil man in der Dunkelheit auf dem Rad natürlich ohne Licht unterwegs ist.

Hoffentlich hat er jedenfalls einen Helm getragen.

Klinik am… wo?

Donnerstag, 29. Januar 2009

„Klinik am Alex“ ist ja schon wieder so ein Fehlgriff von Sat.1. Die Schauspieler sehen nicht nur so aus wie ihre Originale aus „Grey’s Anatomy“, sondern haben auch noch den gleichen Charakter.

Verdammt, wo sind nur die kreativen Ideen hin.

Huch?

Donnerstag, 29. Januar 2009

Es gibt wohl wieder einen neuen Spleen Trend im Netz. Ich versteh ihn noch noch nicht so ganz.

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Oma haut Auto

Donnerstag, 29. Januar 2009

Bei Deutschland sucht den Superstar gibt’s manchmal auch echt lustige Sachen. Zum Beispiel diesen kurzen Einspieler:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkt

Mitbewerber

Mittwoch, 28. Januar 2009

So habe ich mir das gedacht. Auf der Visitenkartenparty hänge ich meine schwarzen Karten im Dutzend an die Wäscheleine und kurz darauf scharrt sich die Menschenmenge um meine Karten.

Leider hatte ich mich vertan. Ein Swinger-Club hatte seine ebenfalls schwarzen Karten neben mir aufgehängt und zog erhebliches Interesse auf sich. Für mich ist davon leider nichts abgefallen.

Selbstbewusstsein

Montag, 26. Januar 2009

Ich war ja heute beim Kieferorthopäden. Ganz schön schrecklich fand er das, was er da sah und er will natürlich auch was machen. Leider lässt sich die Zahnspange wohl nicht auf der Rückseite meiner Zähne anbringen, so dass jeder auch gleich mitbekommt, dass ich mir gerade die Zähne machen lasse. Mmh, so ganz gefallen tat mir das nicht, aber lieber mit 22 Jahren gerade Zähne bekommen, als mit 42 noch schiefere umhertragen.

Leider sah meine Versicherung das noch ganz anders, wer sich die Zähne richten lassen möchte, soll das besser vor der Volljährigkeit erledigen, danach kann er das auch selber zahlen. Und selbst bei unserem mehr als teuren Tarif bei einer privaten Versicherung bekomme ich kaum mehr als die Kassenversion mit Band hinter dem Kopf. Viel Geld werde ich also reinstecken müssen in meine Zähne.

Zahnspange tragen braucht Selbstbewusstsein und Geld. Wieder was gelernt.

Auf zur nächsten Runde

Montag, 26. Januar 2009

Okay, das hat sich geklärt. Ich Trottel habe einfach die Zeitung nicht hinreichend studiert, so dass mir die zehn einspaltigen Fotos weiter hinten nicht aufgefallen sind.

Trotzdem bin ich jetzt hinreichend angepisst. Die erste Rechnung blieb ja liegen, weil sie an die falsche Person adressiert war. Nun wäre es ganz cool gewesen, wenn die Honorarbuchhaltung darüber hinweg sieht oder mir zumindest mal Bescheid sagt, dass da was nicht stimmt, anstatt meine Rechnung still und heimlich in den Mülleimer zu werfen.

Dann ruf ich da an, krieg irgendjemanden an die Strippe, der mir erklärt, ich solle mal nachforschen, wo meine Rechnung geblieben ist. Habe ihm geantwortet, die nächste Rechnung über mein Jahresabo schmeiße ich in den Gerümpelkeller und lass ihn dann hier antreten, das Teil wieder ans Tageslicht zu holen. So eine Unverschämtheit! Was gehen mich die Dienstwege dieser Zeitung an, auf denen meine Rechnung vom rechten Wege abkommt… Nachher hatte ich dann immerhin den „richtigen“ Honorarbuchhalter am Apparat, der sich dafür entschuldigt hat und mir zustimmte, dass eine Rechnung nicht abhanden kommen dürfte.

Also letzte Woche eine neue Rechnung abgeliefert, diesmal mit richtiger Adresse. Was soll ich auf den Prinzipien herumreiten, ich will lieber mein Geld sehen.

Heute, eine Woche später, habe ich noch immer kein Geld auf den Konto und inzwischen ist die Frist seit Abgabe der ersten Rechnung um immerhin vier Wochen überzogen. Also mal wieder angerufen, in der Honorarbuchhaltung ist noch immer keine Rechnung aufgelaufen. In der lokalen Buchhaltung im Redaktionsgebäude angerufen, wo meine Forderungen noch immer herumlagen, weil die Buchhalterin krank war. Finanzielle Mittel, um eine Vertretung einzusetzen, gibt es wohl auch nicht. Hätte ich jetzt nicht wieder nachgeforscht, wäre nichts passiert.

Allerdings war sie auch genesen nur bedingt gewillt, die Rechnung zu akzeptieren. Ob die Fotos nicht lediglich Ausschnittsvergrößerungen der bereits in den Tagen zuvor abgedruckten Bilder seien (merke: Mehrfachveröffentlichungen werden nicht bezahlt). Ob der Arbeitsaufwand denn so immens war, wenn das Portraitfoto doch sowieso aussieht, als wäre es nur eine Ausschnittsvergrößerung. Dann das Killerargument: das haben wir noch nie bezahlt (vor zwei Jahren wurde eine ähnliche Rechnung anstandslos angenommen). Man wird sich jetzt besprechen, ob meine Forderungen gerechtfertigt sind. Vermutlich war man auch der Umsatzsteuer wegen irritiert. Solche teuren Fotos hatte man wohl schon lange nicht mehr im Blatt.

Geld bekomme ich aber frühestens Mitte Februar, denn Rechnungen werden nur zusammen mit den Honoraren beglichen. Ich geh erstmal eine Runde spazieren. Seinem Geld muss man hinterherrennen und wenn man nicht schnell genug ist, gibt’s nicht mal alles.

Was jetzt? Bis Mitte Februar warten und dann vielleicht noch nichtmal den Gesamtbetrag ausgezahlt bekommen? Auf gar keinen Fall. Ich stell hier die Forderungen, nicht die Gegenseite. Wäre auch durchaus gewillt, meinen Verwaltungsaufwand in Rechnung zu stellen. Das ganze hat mich inzwischen vier Stunden, geschätzte fünfzig Kilometer Fahrt und etwa eine Dreiviertelstunde Telefonat gekostet. Und das alles für eine Rechnung über knapp 400 Euro inklusive Umsatzsteuer. Und einem Unverschämtheitszuschlag stünde ich auch offen gegenüber.

Ich meine, dass mal eine Rechnung abhanden kommt, das darf zwar nicht passieren, kommt aber halt doch mal vor, damit muss man halt als Gewerbetreibender rechnen. Ist ja kein Beinbruch, wenn beide Seiten kooperativ daran gehen. Mein Zahnarzt schreibt mir ja auch, dass ich die Rechnung ganz bestimmt bloß vergessen hätte und schlägt nicht gleich Mahngebühren drauf. Aber irgendwann ist auch mal Schluss (obwohl ich vermute, dass ich hier noch mit einem relativ leichten Fall kämpfe…).

Ein echter Knaller

Sonntag, 25. Januar 2009

Ein Knaller war vorhin unsere Heimfahrt von McDonald’s. Dort saßen schon zu früher Abendstund einige Halbstarke, gut gelaunt und wohl auch schon etwas angetrunken, die sich später zu fünft in einen sagenhaft schmutzigen Kleinwagen mir unbekannter Marke quetschten, hinter das Steuer arbeitete sich ein Dickmops von sagenhafter Leibesfülle. Der Schmutz war wohl gewollt, denn er hielt mich davon ab, die Polizei zu alarmieren, denn an der ersten Ampel stellten sie ihre McDonald‘s-Pappbecher auf ihr schmutziges Dach, auf dass sie uns beim Anfahren vor den Latz kippten, aber vom Nummernschild konnte ich lediglich die ersten beiden Buchstaben entziffern. Bei der zweiten Ampel war der restliche Müll an der Reihe, auf diese Weise abzutreten und an der dritten Ampel schließlich fiel jemandem ein, dass hinten auf der Hutablage ja noch ein paar Knaller von Silvester lagen.

Der erste wurde aufs Dach gelegt, auf dass er beim Anfahren runterrollt (lustiger wäre es gewesen, wenn er beim Anfahren liegen geblieben wäre), die restlichen wurden auf den nächsten Metern nach und nach in den Gegenverkehr geworfen. Ein Kumpel hat versucht, mit meiner Kamera das ganze Geschehen festzuhalten, hatte aber leider nicht die lange Belichtungszeit umgestellt, so dass die Fotos unbrauchbar sind.

Vermutlich hätte eine Notiz an die Rennleitung sowieso nur für einen neuen Thread hier im Forum gesorgt, wo sich jemand wegen jugendlicher Dummheit rauswinden möchte. Wenn man das überhaupt verfolgt hätte.

Im Kino

Sonntag, 25. Januar 2009

Es gehen die lustigsten Leute ins Kino. Ein älteres Pärchen hat zwei Karten für die Reihe 29 gelöst, marschiert an Reihe 14 vorbei und ruft erfreut aus: „Hier ist Reihe 29.“ — „Reihe 29 ist dort drüben“, sagt jemand, „oh“, sagen die Alten. Nach viel hin und her setzen sie sich in Reihe 30.

Dann fiel mir ein, dass ich keine Parkscheibe rausgelegt habe. Vater lacht, nach 20 Uhr kontrolliert eh niemand, ich nehm die Beine in die Hand und leg die Scheibe aus, bevor Tom Cruise seine Bomben platziert. Das war um 19.25, aber ich stellte die Scheibe lieber auf 20 Uhr, sonst reichen die zwei Stunden, die ich dort stehen darf, nicht für den Film.

Gut, dass ich dran gedacht habe. Nach der Erschiessung wieder am Auto waren vorne und hinten gerade die Politessen unterwegs.

On the road

Freitag, 23. Januar 2009

Das ist ja auch ein Käse. Kaum schreibt man wieder was in dieses Thema, steigen alle Blödmänner in ihre Wagen und fahren in der Gegend herum. So scheint es mittlerweile Standard zu sein, dass es bei einer Fahrbahnverengung, die zudem mit Reißverschluss ausgeschildert wird, einen Oberlehrer gibt, der auf der linken Spur herumsteht, wenn es rechts staut. So wie damals. Gibt’s im Berufsverkehr auf der B77 so gut wie täglich.

Ein Stück der B77 ist ja noch immer gesperrt und die Umleitung führt durch Busdorf. Das ist eine ziemlich enge Strecke und drum durchgehend als Halteverbot und Vorfahrtsstraße ausgeschildert (daran hält sich übrigens niemand — die Eingeborenen fahren nicht nur über die Stopp-Schilder, sondern nehmen euch danach auch eiskalt die Vorfahrt).

So. Auf der Rückfahrt wollte ich wieder über die B77 fahren. Zuckel also durch Busdorf, als plötzlich ein Wagen zwanzig Meter vor mir aus einer Hausauffahrt herausstößt. Blödmann. Er wollte nach links abbiegen, konnte sein Vorhaben aber wegen Verkehrs aus der anderen Spur nicht fortsetzen, stand aber mit der Motorhaube und insgesamt eineinhalb Metern seines Wagens auf meiner Spur, so dass ich nicht weiterfahren konnte.

Ich reg mich gar nicht mehr auf, sollen doch die anderen Leute hinter mir hupen. Als er wegen des ewigen Gegenverkehres nicht links abbiegen konnte, fuhr er eben rechts und juckelte lustig vor mir herum. Man sollte ja denken, wenn er ursprünglich Richtung Schleswig wollte, hätte er spätestens im nächsten Kreisverkehr eine Runde gedreht, aber er bog auch auf der B77 Richtung Rendsburg ein. Drum hatte ich ihn noch eine Weile vor mir. An der einzigen Ampel dieser Strecke, ich glaube in Jagel, hielten wir an, warteten bis es grün wurde und schon länger. Weil er nicht nach der Ampel sah, drückte ich vorsichtig auf die Hupe, er schaute interessiert in den Rückspiegel, rückte den nochmal kurz zurecht, dann zur Ampel, dann wohl zur Gangschaltung, fuhr dann irgendwie los, aber auch nicht richtig schnell. Konnte ihn dann jedenfalls in absehbarer Zeit überholen. Die Schlange, die er inzwischen hinter sich angesammelt hatte, war aber auch nicht von schlechten Eltern.

Und dann war da noch Herrchen mit Hund beim Abendspaziergang. Er schritt vor mir auf die Straße, nicht so nah, dass ich hätte vollbremsen müssen, aber doch irgendwie zu nah, zumal er nur drei Sekunden hätte warten müssen, denn nach mir kam erstmal kein Wagen mehr. Aber er musste nunmal vor mir rüber. Nur sah sein Hund das ganz anders, blieb entschlossen sitzen, so dass Herrchen wieder auf den Bürgersteig hechten musste. Erschreckend, dass Tiere inzwischen klüger sind als Menschen.

Hoffentlich wird’s heute nachmittag nicht so aufregend. Ich muss nach Hamburg und kann wegen des ganzen Equipments nicht die Bahn nehmen…