Ich fahre immer noch gerne ICE. Als es nach Hamburg gehen sollte, zu Udo Jürgens, stand ich schon wieder vor der Wahl zwischen ICE und Auto. ICE ist bequemer, ich kann zwischendurch arbeiten, genial. Also mit einer halben Stunde Schlangestehen im Reisezentrum eine Fahrkarte samt Sitzplatzreservierung erhalten.
Das erste Problem, was ich da auf den Gleisen auf mich zukommen sah, waren die planparallelen Frontscheinwerfer. Das war kein ICE, das war ein Eurocity und als wäre das noch nicht genug, schufferte da eine dänische Gumminas’ auf uns zu.
Die Wagennummern und Sitzplätze werden immerhin in übertriebener Größe dargestellt und es gibt sogar wie im ICE die kleinen Anzeigen über den Sitzen, ob da schon jemand reserviert hat. Bei meinem Platz stand leider nichts und darum hatte sich auch schon jemand dort ausgebreitet, der auf den ersten Blick so aussah, als würde er sich aus meiner Reservierung nicht ganz so viel machen.

Dem Schaffner, der mich inzwischen zu meinen Platz geleiten wollte, denn ich sah so aus, als wüsste ich nicht so richtig wohin mit mir und meiner Reservierung, klagte ich mein Leid. Das mit den Reservierungen ist ja auch blöde: wenn da eine vierköpfige Familie um einen Tisch herumsitzt und man sich den Fensterplatz in Fahrtrichtung reserviert hat, darf sich einer irgendwo anders seine Bleibe suchen und die eigene Fahrt ist der bösen Blicke der übrigen drei wegen auch kein Vergnügen.
Der Schaffner wusste eine ganz einfache Lösung: in der ersten Klasse seien noch ein paar Sitze frei, ich solle mir da einen Platz suchen. Mit der Deutschen Bahn wäre das nicht passiert.

Die Steckdosen in der Gumminase befinden sich übrigens an der Decke bei den Fenstern. Ich versuchte erst die hintere Steckdose, musste allerdings feststellen, dass sich diese fieserweise hinter einer unsichtbaren Glasscheibe befindet.

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