Um 9 Uhr morgens ist ein Arzttermin etwas lästig. Einerseits, weil ich gegen 8 Uhr in die U-Bahn steigen müsste, zu einer unchristlichen Zeit, zu der die 9-Uhr-Tageskarte noch nicht gilt und allenfalls irgendein teures Ticket in Frage kommt. Andererseits mochte ich nicht hungrig zum Doc düsen und mein Stamm-McDonald’s lag nicht unmittelbar auf dem Weg.
Ich hätte zwar im Jungfernstieg aus der U-Bahn hoppen können, um bei diesem Winz-McSchmeck einzukehren, aber weil ich mir nicht sicher war, wie das mit dem Einzelfahrschein in so einem Fall lief und befürchtete, gleich noch einen Fahrschein lösen zu müssen, ließ ich diese Idee schnell fallen.
Und dann lag doch ein McDonald’s direkt auf dem Weg. Hätte mir ja denken können, dass die Amerikaner inzwischen auch die andere Seite jenseits der Alster erschlossen haben. Also stand ich bereits um 7.30 Uhr in der Bahn, um kurz nach acht ein leckeres teures Frühstück zu genießen vertilgen.
Sehr viel früher hätte ich allerdings auch nicht dort auftauchen dürfen:
Die ulkigen Öffnungszeiten waren allerdings nicht das einzig seltsame an diesem Laden — die heiße Schokolade wurde wieder getrennt in Milch und Pulver kredenzt und ich kippte bei der Gelegenheit die Hälfte des Pulvers über Hand und Hose.
Und weil mein Croissant noch eine Weile brauchte, sah die Sache erstmal so aus:
Immerhin gab’s einen T-Mobile-Hotspot. Wäre ja sonst ein totaler Reinfall gewesen, dieses Restaurant. Angesichts der mangelnden Besucherzeiten dürfte der Betreiber diese Ansicht mit dem Reinfall allerdings teilen. Was wohl auch die späten („noch früher“) Öffnungszeiten erklärt. Was mich eigentlich verwundert, weil der U-Bahnhof Mundsburg eigentlich eine Art Pendlerknoten zu sein schien.