Archiv für Oktober 2008

Frau am Steuer? Ungeheuer!

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Disclaimer: Auch ich bin im Straßenverkehr nicht perfekt.

Die Tangente hat es wirklich in sich. Eben fuhr ich die Materialhofstraße entlang, als sich plötzlich der Wagen rechts neben mir zum Spurwechsel anschickte, offenbar frustriert von dem Lastkraftwagen direkt vor ihm, der überhaupt nicht in die Puschen kam. Mich übersah er dabei vollkommen, obwohl ich auf gleicher Höhe unterwegs war und eigentlich in keinem toten Winkel. Dass sie mich trotzdem übersah, lag daran, dass die Dame am Steuer mit dem Rückspiegel zugange war, der allerdings überhaupt nicht das offenbarte, was in ihrer Fahrtrichtung geschah.

Nun war ich mit dem Beobachten auch nicht sehr viel besser und als plötzlich sein rechter Seitenspiegel kurz vor meinem linken auftauchte, kurbelte ich vor Schreck so sehr am Steuer, dass ich wiederum rechts in ein parkendes Fahrzeug rasselte.

Und diesmal war ich derjenige, der wütend auf die Hupe hieb. Ich bin eben auch nicht perfekt

Wir müssen reden

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Ist eigentlich noch jemandem außer mir Angst und Bange vor dem Tage des Jüngsten Gerichts, dem Tage, an dem die weltweiten Ölvorkommen endgültig ausgeschöpft sind und wir dank unserer Kurzsichtigkeit, Ignoranz und Gewinnmaximierung noch nicht einmal damit begonnen haben, brauchbare alternative und vor allem regenerative Energiequellen zu erschließen?

Vielleicht sollten wir uns darüber noch mehr sorgen als über die bloße Finanzkrise. Aber diese Krise wird uns immerhin lehren, was Mangel wirklich bedeutet.

Denn ohne Öl läuft in der westlichen Welt im wahrsten Sinne des Wortes nichts. Die gesamte Logistik setzt momentan, sofern sie nicht gerade mit einer E-Lok über die Schienen gezogen wird, auf Verbrennungsmotoren. Und an dem Tage, an dem das Öl endgültig in die Atmosphäre verbrannt wurde, wird uns nicht bloß deutlich wärmer sein als noch heute, sondern unsere gesamte Mobilität eingeschränkt sein. Wir kommen mit unseren Verbrennungsmaschinen, die unsere Wagen nunmal sind, nicht einmal bis zum Supermarkt, um dort festzustellen, dass Bananen nicht im Kühlregal wachsen, denn die Lieferwagen, die nachts heimlich die Märkte auffüllen, fahren auch nur mit Öl.

Wie alles in unserer Welt. Wird Zeit, das zu ändern, oder?

Heiße Schnitte

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Disclaimer: Auch ich bin im Straßenverkehr nicht perfekt.

Der Parkplatz meiner ehemaligen Schule, naja, er ist, wie soll man sagen, halt nicht ganz ohne. Um sich das Geschehen zu den Stoßzeiten morgens und mittags zu verbildlichen, wenn besorgte Mütter ihre Gören zur Schule chauffieren, stellt man sich am besten eine beliebige Kriegsszene aus Pearl Harbor vor.

Es ist wirklich irre, obwohl das Geschehen dem auf anderen Schulparkplätzen durchaus gleichen dürfte. Eltern halten an den unmöglichsten Stellen an, damit ihre Kinder nicht zu weit zum Schulportal latschen müssen, motorisierte Schüler düsen mit Rollern und Schrottkisten zwischen anderen Wagen durch, die sich beim Ausparken glatt ankarren und ganz mutige jüngere Semester schlagen sich zu Fuß von der benachbarten Bushaltestelle bis zum Eingang. Es ist wirklich chaotisch. Ohne jedwede Übertreibung.

Es dauerte auch recht lange, bis ich aus meinem Parkplatz herausfahren konnte, weil der aufmerksame Vater, der mich auf seinen Sohn wartend zugeparkt hatte und selbst nach Nachfrage freilich nicht wegfahren konnte, weil er sich ebenfalls zuparken ließ. Und es dauerte fast noch länger, von meiner Parklücke bis zu Ausfahrt zu rollen.

Da der Parkplatz gewissermaßen eine Einbahnstraße ist, stellt man sich in der Ausfahrt links hin, wenn man nach Norden Richtung Büdelsdorf fahren möchte, rechts hin, wenn man nach Süden zum Rest der Welt möchte. Ich wollte in die Innenstadt und stellte mich rechts auf, blinkte rechts und rollte langsam vorwärts, um die kreuzenden Fahrradfahrer nicht zu überfahren.

Links neben mir ordnete sich ein Mütterchen mit drei Kindern in einem Kleinwagen ein. Ich sah gerade eine Verkehrslücke kommen, fuhr vorsichtig los und — machte eine Vollbremsung, weil ich dem Kleinwagen beinahe in die Beifahrertür gedonnert wäre. Mütterchen war wohl ebenfalls das warten leid und lag richtig mit ihrer Annahme, es ginge rechts herum wohl schneller. Und wenn ich ja eh nicht fahre… Und so trug es sich zu, dass sie also im falschen Moment beherzt aufs Gas stieg und mich diagonal in meiner Fahrspur schnitt.

Ich hupte daraufhin, was eigentlich laut Straßenverkehrsordnung unnötig und nicht erlaubt war, aber was soll’s, woraufhin mich zwei Kinderköpfe aus der Heckscheibe heraus anglotzten aus einer Position heraus, in der sie unmöglich angeschnallt sein konnten.

Nächstes Mal komme ich im Panzer angerollt.

Ach ja

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Ich habe übrigens am nächsten Tag notgedrungen für 128,9 Cent pro Liter Superbenzin tanken müssen.

Gegenverkehr

Montag, 27. Oktober 2008

Disclaimer: Auch ich bin im Straßenverkehr nicht perfekt.

In meinem Hometown Rendsburg ist sind die Ausschüsse seit mehreren Jahren beschäftigt, die wunderbar eingängige Einbahnstraßenregelung auf der Tangente um die Innenstadt herum (Thormannplatz – An der Bleiche – Materialhofstraße – Herrenstraße – Dresdner Brücke – Denkerstraße – Eisenbahnstraße) aufzuheben.

Erst war das Stück vom Tormannplatz über An der Schleuse bis zur Einmündung der Schleuskuhle in beide Richtungen befahrbar, später baute man die Gegenfahrbahn bis zur Einmündung am Holstentor aus, um den innerstädtischen Einkaufscentern nicht die Parkplatzsituation zu vermiesen. Auf der Gegenseite war seit einiger Zeit von An der Schleuse die Denkerstraße bis zur Einmündung der Torstraße befahrbar, da sich gegenüber jener Einmündung die Einfahrt zum neuen Obereiderhafen befindet. Seit etwa zwei Monaten ist zusätzlich die Eisenbahnstraße bis Am Holstentor in der Gegenrichtung befahrbar.

Das weiß aber noch nicht jeder.

Als ich heute zum Parkhaus Nienstadtstraße in der neuen Fahrtrichtung fahren wollte, kam mir doch plötzlich jemand entgegengefahren. Ich werfe sofort den Anker, er auch, gibt Lichthupe, hupt, fährt vorsichtig an meinen Wagen heran, hupt, schaltet das Fernlicht ein, schaltet es wieder aus. Dann will er aussteigen, es regnet ihm zu sehr, er steigt wieder ein, hupt, gibt Lichthupe, öffnet die Tür, schließt sie wieder. Das ganze ging etwa eine halbe Minute lang, als mir auch die Lust verging, zu mal er anfing, mir Vogel und Scheibenwischer zu zeigen. Soll er doch. Ich fuhr vorsichtig als kurzzeitiger Geisterfahrer an ihm auf der Gegenspur vorbei, während er als echter Geisterfahrer weiter von dannen zog.

In der Krise

Sonntag, 26. Oktober 2008

In diesen schweren Zeiten kann man als Bank ziemlich viel falsch machen auf einem Werbeplakat:

  1. Eine Laufzeit von nur sechs Jahren ist bloß bedingt kurz.
  2. Ob der Name „Lehmann“ momentan Vertrauen schafft, sei mal dahingestellt.
  3. Wer mit der Schreibweise von Inos Infos schon Probleme hat, sollte wenigstens ein neues Plakat benutzen. Aber vielleicht ist momentan einfach nicht genug Geld für Papier da.

Disclaimer: Verhalten im Straßenverkehr

Freitag, 24. Oktober 2008

Nein, auch ich mache im Straßenverkehr ausreichend Fehler. Gerade vor fünf Minuten habe ich jemandem die Vorfahrt genommen, weil ich in einer Baustelle nicht mit der nötigen Vorsicht gefahren bin und eine Rechts-vor-Links-Situation glattweg übersehen habe. Das war zwar nicht brenzlig, aber ärgerlich genug.

Ich bin eigentlich jemand, der sich strikt an die Verkehrsregeln hält. Auf der Autobahn blinke ich ab der 300-Meter-Bake, wenn ich die Ausfahrt nehmen möchte, und sobald unter meinem Wagen ein Richtungspfeil nach rechts oder links auftaucht, wird der entsprechende Blinker betätigt, sofern ich damit nicht zu große Verwirrung stifte. Im Kreisverkehr blinke ich beim Rausfahren, aber nicht beim Reinfahren und an einer geschlossenen Bahnschranke schalte ich das Abblendlicht aus. Und vor allem halte ich sowohl am Stop-Schild als auch am Grünen Pfeil an.

Ich bin so gesehen ein Freak. Aber immerhin gebe ich mir Mühe, keine Fehler zu machen. Das klappt nicht immer, aber immerhin immer öfter. Auf jeden Fall gehöre ich nicht zu denjenigen, die andere mit Fernlicht über die Autobahn jagen, ohne Blinker durch die Stadt fahren oder sich im Parkhaus diagonal aufstellen.

In Feuerwehrzufahrt parken, wenn Schild nicht offiziell?

Freitag, 24. Oktober 2008

Wenn ich mir nur diese paar Beiträge durchlese (und die sind bloß ein Bruchteil!), so kann ich voller Überzeugung sagen: Ja, das öffentliche Zusammenleben in Deutschland muss dringend von noch mehr Gesetzen geregelt werden.

Inflation

Freitag, 24. Oktober 2008

Vorgestern:

Ich: Tja, und ich sag noch „Tank lieber jetzt für 1,229, bevor es wieder teurer wird. Jetzt ist nämlich 128,9…

Gestern:

Jemand anders: Tja, hätt’st mal vorhin für 122,9 tanken sollen, jetzt ist wieder 128,9

Tank ich eben erst heute nachmittag. Da ist bestimmt wieder 122,9.

Dr. House in XY

Freitag, 24. Oktober 2008

Dr. Molly und Karl waren wirklich schwer zu ertragen. Man kann seine Kritik an vielen Punkten ansetzen, doch hielt ich die stupiden Dialoge nicht einmal die ersten zwanzig Minuten durch.

Jeder billige US-Import hatte genügend Mittel übrig, um sich eine vernünftige Synchronisation zu leisten, aber SAT.1 hatte für seine Eigenproduktion, die wohl gegen Dr. House und Grey’s Anatomy anstinken sollte, bloß die üblich deutsch-steifen Dialoge übrig. Und die sind gräßlich. Die funktionieren auf dem Papier, aber wirken im Ohr ganz gräßlich.

Das mag ich mir nicht anhören. Und nicht ansehen.