Es gibt viele Probleme auf einer Distanz von knapp zehn Kilometern. U3 Richtung Niendorf-Nord: im Schlump fährt der Zug nicht mehr an, es gibt eine Lautsprecherdurchsage, dass wegen Stellwerkproblemen ein Schienenersatzverkehr eingerichtet sei. Überraschung!
Die ersten drei Busse sind mir zu voll, ich nehm den vierten, der etwas kleiner und ohne Gelenk gebaut wurde. Nachdem wir eine Weile im mittlerweile dunkeln Hamburg umhergeirrt sind (und ich normalerweise schon längst im Bett läge), meint der Fahrer, wenn jemand in Hagendeel aussteigen möchte, möge er ihm bitte den Weg erklären, denn er kenne die Haltestelle nicht.
Ich kenne den Weg zwar nicht, dafür aber mein iPhone und ein anderer Fahrgast. Um sicherzugehen, dass ich auch dort ankomme, wo ich hinmöchte, stehen wir zu zweit neben dem Fahrer und lauschen dem Betriebsfunk. Der wiederum warnt vor der Station Hagendeel, die mit Gelenkbussen nicht anzufahren sei.
Aber immerhin maulte keiner der Fahrgäste herum.