Archiv für September 2008

Gut geschlummert

Dienstag, 30. September 2008

Ich habe gestern Abend die Heizung angedreht. Wurde in den letzten Tagen gerade abends doch recht kühl hier, gefühlte fünfzig Meter unter Normalnull. Immerhin bin ich weder von Flugzeugen, noch von Zügen oder duschenden Mitbewohnern aufgewacht — die Heizung rauscht verdammt laut. Unablässig.

Gegendarstellung

Dienstag, 30. September 2008

Ich möchte meine Regionalbetreuerin noch einmal deutlichst loben. Sie nahm sich nicht nur gleich am nächsten Tage für mich Zeit, sondern sogar viel Zeit und hat für mich gleich am nächsten Tage einen Untersuchungstermin mein Arzt vereinbart.

Der wird dann über meine Tauglichkeit entscheiden. Mal sehen, was passiert.

Doofe Fragen reloaded

Dienstag, 30. September 2008

Es gibt doch doofe Fragen. Die Wäsche habe ich nun zum ungefähr achten Mal verteilt. Und da ist die Frage, ob ich wüsste, dass die Kleidersäcke mit Namen beschriftet sind… etwas doof.

Und nein, das war keine rhetorische Frage, um mich darauf hinzuweisen, dass ich irgendwo die Wäsche falsch verteilt hätte.

Klingeln um kurz vor neun

Dienstag, 30. September 2008

In der letzten Woche hatte ich ja so meine Probleme, meine Regionalbetreuerin zu erreichen. Während der Sprechstunde zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr drückte ich an meinem iPhone dauernd die Wahlwiederholung, kam nicht durch und wiederholte das Spielchen am nächsten Tag. Am Freitagnachmittag forderte ich mein Glück ein weiteres Mal heraus. Versuchen kann man’s ja, dachte ich mir, und der Anrufbeantworter wusste bloß, dass er generell nicht abgehört wurde.

Also war gestern das Bundesamt für den Zivildienst an der Reihe. Auf der Seite der Ansprechpartner waren allerhand Referate gelistet, allerdings fand ich mein simples Anliegen dort nicht wieder. Ich versuchte also einfach die Endziffer 0, denn dort würde sich hoffentlich ein Sekretariat oder ähnliches melden.

Die gute Frau wollte mein Geburtsdatum wissen, das war noch nicht schwer, und die Postleitzahl meiner Dienststelle — das war ein Problem. Irgendwie bekamen wir das noch geregelt und schwupps verband sie mich mit — dem Anrufbeantworter meiner Regionalbetreuerin, auf den ich ja nicht raufsappeln soll.

Wieder im Sekretariat angerufen. Die Postleitzahl inzwischen wieder vergessen. Wieder verbunden worden, diesmal zu einer anderen Dame. Die fand’s nicht toll, dass meine Tätigkeitsliste Versorgungs- und Betreuungstätigkeiten auflistet, ich aber bloß in der Küche stehe und dass mich die ganze Sache krank macht, war auch nicht grad prickelnd. Jedenfalls würde sie es regeln, dass mich meine Regionalbetreuerin zurückruft. Könne aber ein paar Tage dauern. Und um die ulkige Ansage auf dem Anrufbeantworter wollte sie sich auch kümmern.

Hat sie auch schnell gemacht. Abends, kurz vor 21 Uhr, rief mich meine Regionalbetreuerin an. Sie war etwas pikiert, dass ich dem Bundesamt gepetzt hatte, sie nicht erreichen zu können, denn schließlich sei es nicht ihre Schuld, dass der Anrufbeantworter seinen Dienst nur mangelhaft versieht.

Was ich denn hätte machen sollen, fragte ich sie, denn schließlich ist es klar, dass in einem Ballungsgebiet wie Hamburg abertausende Zivildienstleistende betreut werden wollen und wenn bloß zehn davon täglich während der einstündigen Sprechstunde (sic!) ihre Betreuerin anrufen, ist die Leitung eben ständig belegt. Aus der Bandansage ihres Anrufbeantworters ging allerdings für meine Begriffe nicht hervor, dass sie trotz meine Nummer auf dem Display sehen kann und mich bei nächster Gelegenheit zurückruft. Und sei es spätabends, was ich ihr durchaus zur Güte halten möchte. Obwohl mir der Grund ihres Anrufes eher schien, dass sie sich bei mir beschweren wollte.

Aber wie auch immer, da wir gerade miteinander sprachen, machten wir gleich einen Termin für den nächsten Vormittag ab. Das herzallerbeste an der ganzen Geschichte ist ungefähr, dass sie sich täglich auf meinem Dienstgelände aufhält. Das scheint hier ihre Basis oder so zu sein.

Kneipenatmosphäre

Dienstag, 30. September 2008

Der Tisch war ordentlich versifft. Ein Bewohner hatte daneben gegriffen und seinen Kaffeebecher umgekippt mit dem Resultat, dass der ganze Tisch mit einer braunen Brühe bedeckt war. Das hatte ich nicht gleich mitbekommen, weil ich ja gerade mit den Medikamenten beschäftigt war und so setzte es gleich die nächste Standpauke. Vier Mal in fünf Minuten hörte ich mir an, dass ich die Bewohner so nicht behandeln dürfe, dass man am liebsten ausziehen möchte und was mir denn einfiele.

Vergiftungserscheinungen

Dienstag, 30. September 2008

Ich habe noch gar nicht erwähnt, dass meinetwegen nicht bloß ein halbes dutzend Bewohner verstorben wären, sondern wir auch beinahe eine Ermahnung kassiert hätten.

Gestern Morgen stellte ich die Frühstückstabletts derjenigen Bewohner, die nicht am gemeinsamen Frühstück im Speisesaal teilnehmen, auf die jeweiligen Rollwagen vor der Küche. Normalerweise käme jetzt eine Pflegerin, die mit den Rollwagen davonfährt, um jene Bewohner zu versorgen.

Das passierte heute nicht. Stattdessen wurden die Medikamente auf den Tabletts verteilt und ganz lässig im Flur stehen gelassen. Ich bemerkte das nicht sofort, denn schließlich habe ich neben der Kaffeemaschine noch andere Dinge zu tun als die Medikamentenausgabe auf den Rollwagen zu überwachen und drum wurde ich erst darauf aufmerksam, dass sich mit lautem Getöse jemand bei mir echauffierte, ob ich denn die Leute umbringen möchte. Schließlich könne da ja jeder kommen und sich ein paar Pillen hinter die Binde schießen. Und wenn die Pflegedienstleitung das mitbekommt, kassieren wir alle eine Ermahnung und ich ein Disziplinarverfahren.

Die Person, die ihre Beschwerde lautstark an mich heranführte, ist übrigens mit jener identisch, die für die Medikamente zuständig war.

Wundervolle Düfte

Dienstag, 30. September 2008

Heute ist der Maler im Hause, um im Zimmer einer Bewohnerin die Wände neu zu streichen. Das ist auch dringend notwendig, denn die gesprenkelten Fleckchen an den Wänden waren kein Nutella. Die gute Dame konnte während der Arbeiten natürlich nicht im Zimmer bleiben und wurde drum flugs per Rollstuhl mitten durch die Küche in den Speisesaal verfrachtet. Der Gestank hängt noch immer in der Luft.

Das ist allerdings noch gar nichts gegen den Geruch im vorderen Teil des Wohnbereiches. Dort liegt das Zimmer eines anderen Bewohners, der einfach ins Bett gemacht hat. „Einfach“ ist vielleicht das falsche Wort — dem Geruch nach zu urteilen mindestens dreifach. Und das ist echt hart.

Catch me (if you can)

Montag, 29. September 2008

Ich habe gar keine Lust mehr, all die Dinge aufzuschreiben, die ich heute laut meiner Kollegen (sic!) falsch gemacht habe.

Alles versoffen

Sonntag, 28. September 2008

In meiner Ermangelung an Erfahrungen mit Alkohol komme ich bei diversen Partys in der Regel ziemlich preiswert weg. Zwei Biere genügen und ich bin bereits auf Betriebstemperatur.

Und gestern kaufte ich mir von meinem ersten shice Gehalt als Zivi eine Flasche Baileys mit Karamel. 13 Euro kostete das Ding mit 37% auf 0,7 Liter. Ein Kurzer nach dem nächsten wurde gezischt und es passierte ungefähr überhaupt nichts.

Ich wollte mich schon beklagen, die 13 Euro unökonomisch angelegt zu haben, denn die billige Flasche daneben kostete nur ein Viertel dessen und knallte ungefähr vier Mal so sehr, als mich die Wirkung so halbwegs einholte. Aber irgendwie besoffen war ich danach immer noch nicht.

Hinter dem Mond relativ bald links

Sonntag, 28. September 2008

Alter! Seit einer ungefähr ziemlich langen Zeit stehen Ankündigungen zur Canon EOS 5D Mark II im Netz. Und ich bekomme das erst 11 Tage später mit. Wird mal wieder Zeit, dass ich relativ durchgängigen Anschluss ans Netz bekomme.